Schönow hatte kurz nach dem Anpfiff die erste Chance durch Piotr Mariusz Grabarczyk, dessen Geschoß nur knapp am Tor vorbeizischte. Einen kurzen Augenblick später setzte Paul Roller im Strafraum der Gäste das erste Achtungszeichen. Der Wandlitzer monierte lautstark nach seinem Schuss ein Handspiel in der Abwehrreaktion. Referee Toni Strabrey hatte ein solches aber nicht gesehen und ließ die Begegnung, die in der Folge eine sehr gute Landesklassepartie wurde, weiterlaufen.
Alles drin
Das Spiel hatte viel zu bieten – Rasse, Leidenschaft, Laufbereitschaft und auch spielerische Qualität. Von all dem hatte die Eintracht etwas mehr in die Waagschale zu werfen und übernahm zusehends das Geschehen. Das einzige was fehlte, waren Treffer.
An einem Treffer waren die Wandlitzer allerdings dichter dran als der Vertreter aus der Uckermark. Allein schon der Kopfball nach einer Flanke von der linken Seite, den Paul Roller an die Latte nagelte, hätte eine Führung des Gastgebers verdient gehabt (36.). So ging es jedoch torlos in die Pause.
Im zweiten Durchgang knüpften die Wandlitzer nahtlos an ihren Auftritt an. Schönow kam schon noch zu Entlastungen, aber richtig konstruktiv und vor allem gefährlich wurde es nur selten. Ganz anders die Eintracht, die schon mächtig an der Führung kratzte und diese auch schlussendlich verdient erzielte. Dabei bewies Paul Roller wieder einmal seine Kaltschnäuzigkeit, als er nach einer Eingabe von links, die über Freund und Feind segelte, am langen Pfosten eingelaufen war und die Kugel sicher über die Linie drückte (61.).
Wandlitz wollte danach immer mehr und belohnte sich mit dem 2:0. Roman Schmidt bekam den Ball in den Lauf gespielt und hatte schon etwas Glück, dass die Gäste auf Abseits spekulierten. In Stürmermanier ließ er Gästekeeper Maurice Bäuerle keine Chance, als er aus relativ ungünstigem Winkel den Ball unhaltbar im Netz unterbrachte (74.).
Im Anschluss blieb Wandlitz am Drücker und hatte noch gute Möglichkeiten, das Ergebnis klarer zu gestalten. Schönow wehrte sich jedoch und kam in den Schlussminuten, als Wandlitz ein wenig müde wurde, zum Anschlusstreffer. Lukas Drews nutzte die Unkonzentriertheiten in der Heim-Abwehr (89.).
"Wandlitz hat hochverdient gewonnen. Wir können uns wirklich glücklich schätzen, dass wir nur zwei Tore gefangen haben. Hinzu kam, dass wir heute einfach nicht die erhoffte Qualität auf den Platz bekommen haben.", fand Gästetrainer Tino Krause klare Worte. Sein Wandlitzer Kollege, Matthias Händler, hatte dagegen fast nur Positives gefunden. "Ich denke, wir haben eine ordentliche Duftmarke gesetzt. Die Truppe hat es sehr gut gemacht und sich viele Torchancen erarbeitet. Das einzige Manko war heute, dass wir zu wenig Treffer erzielt haben. Von Schönow hatte ich wesentlich mehr erwartet."
Wandlitz: Dominique Michael Adam – Daniel Langrock, Steffen Philipp Hennig, Jan Großer, Dennis Plaumann, Roman Schmidt (76. Nico Rücker), Pascal Sorgatz, Paul Roller, Manuel Thomas (83. Kenneth Sesselmann), Felix Fritzsche, Pascal Böß
Schönower SV: Maurice Bäuerle – Felix Seidel, Emil Dabrowski, Henrik Engelmann, Piotr Mariusz Grabarczyk (54. Stephan Szymikowski), Bartosz Tatarczuk, Sebastian Koch, Daruis Szmulski, Dogan-Marcel Böttcher (46. Robert Jung), Hannes Wolff, Lukas Drews