Fußball
: Gegner vier, Preussen eins

In der Brandenburgliga verlieren die Eberswalder 1:4 beim SV Falkensee-Finkenkrug. Chinonso Solomon Okoro mit 20. Saisontreffer.
Von
Ulrich Gelmroth
Falkensee
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Meist hart bedrängt: Preussens Torjäger Chinonso Solomon Okoro (links) im Zweikampf gegen den Falkenseer Linksverteidiger Erik Meschter

Ulrich Gelmroth

Preussens Trainer Obrad Marjanovic war nach dem 2:2 zuletzt gegen den FC Eisenhüttenstadt mit viel Optimismus  zum Tabellenvorletzten gereist. Es sollte mindestens ein Punkt eingespielt werden, der den Ligaverbleib endgültig aus eigener Kraft gesichert hätte. Doch Falkensees Trainer André Bittner hatte seine Elf nach dem überraschenden 2:2 in Oranienburg gleichfalls bestens eingestellt. Drei Zähler waren das erklärte Tagesziel.

Dementsprechend legten die Randberliner vehement los. Hatten gleich zwei gute Möglichkeiten. Gingen zudem bissig in die Zweikämpfe. Besonders Stürmer Okoro und der flinke Nick Lange bekamen dies zu spüren. Trotzdem, Preussen hätte durch Okoro nach Zuspiel von Lange fast geführt. Doch Torwart Kai Spangenberg verhinderter mit einer Flugparade einen Treffer (13.). Auch Lennard Peter im Preussen-Tor konnte sich auszeichnen. Hatte beim Lattenknaller von FF-Stürmer Patrick Lenz und dem Nachschuss vom Christopher Schulze das Glück auf seiner Seite.

Gastgeber gehen in Führung

Als dann aber Lenz seine Bewacher düpierte und flach ins lange Eck einschoss, war auch Torwart Peter geschlagen (28./1:0). Eberswalde versuchte sofort zurückzuschlagen. Eine Flanke von Steven Zimmermann auf Okoro im Sechzehner blieb dabei ungenutzt, strich knapp am Pfosten (32.) vorbei. Auf der Gegenseite rettete Verteidiger Grzegorz Pawlowski in höchster Not auf der Torlinie (36.) gegen Lenz für seinen schon geschlagenen Torwart. Eberswalde kam gegen die aggressiven Falkenseer einfach nicht ins eigene Spiel. Versuchte zwar immer seine Stürmer in Szene zusetzen, besonders Okoro, mit wenig Erfolg. Den letzten Torschuss vom Preussen-Stürmer vor der Pause kratzte Verteidiger Christian Freudenberg von der Torlinie (43.), verhinderte so den Ausgleich.

Nach Wiederanpfiff drängte der SV FF auf eine Vorentscheidung. Dabei stand das Duell Torhüter Peter gegen Stürmer Lenz erneut im Mittelpunkt. Als sich Eberswalde vom Druck befreite, schlug die Elf von FF-Trainer Bittner eiskalt zu. Konterte in die sich bietenden Räume mit langen Bällen auf die schnellen Stürmer. So einen Ball erlief Lenz, flankte in den Sechzehner auf Schulze, Tor, 2:0 (58.). Nur Minuten später das gleiche Szenario. Lenz erobert das Leder, spielt in den Strafraum auf Schulze. Dessen zweiter Treffer, 3:0 (65.). Wieder erfolgte der Konter über Preussens rechte Seite. Obwohl Eberswalde nie aufsteckte, es fehlte einfach Biss und Raffinesse im Abschluss. Die Verteidigung der Gastgeber schien unüberwindbar. Stattdessen erneut ein schneller Gegenzug, wieder über Lenz, der gefoult wurde. Elfmeter. Torwart Peter war aus Sicht der Schiedsrichterin der Verursacher. Gerade eingewechselt, verwandelte Alexander Knappe sicher zum 4:0 (77.). Der postwendende Ehrentreffer durch Okoro (78./4:1) konnte die Enttäuschung der Eberswalder über die deutliche Niederlage nicht mehr mildern.

„Wir wollten einen Punkt, doch zu viele gute Möglichkeiten blieben ungenutzt. Ein Ausgleichstreffer oder früheres Anschlusstor hätte dem Spiel möglicherweise einen anderen Verlauf gegeben. So geht der Sieg von Falkensee in Ordnung“, so das Fazit von Preussen-Trainer Obrad Marjanovic.