Fußball
: Serie der Jungbullen hält an

RB Leipzig schnappt sich den Sieg im Hallenmasters.
Von
Julian Stegemann
Eberswalde
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Klein gegen groß: Buno Pliquett von Preussen Eberswalde (re.) war mit zehn Jahren einer der jüngeren Spieler, hier in der Partie gegen den FC Augsburg.

Dirk Schaal

Bereits am Samstag fiel der Startschuss für das große Turnier mit insgesamt 20 teilnehmenden Mannschaften. Ob Bundesligisten, Teams aus der 2. Fußball–Bundesliga, Berliner Teams oder sogar Gäste aus Polen  das Teilnehmerfeld war mal wieder prall gefüllt. „Diesen guten Ruf als Gastgeber haben wir uns über Jahre hart erarbeitet. Wir sind froh, dass wieder so viele namhafte und tolle Vereine mit dabei sind“, verriet Organisator Marcus Bülow von Preussen Eberswalde.

Nach den Gruppenspielen am ersten Turniertag gingen die zehn besten Mannschaften in die Finalrunde. Angeführt von den vier Tabellenführern RB Leipzig, Hamburger SV, Werder Bremen und FC Augsburg schafften ebenfalls der FC St. Pauli, Tennis Borussia Berlin, Chemnitzer FC, Hansa Rostock, Hallescher FC und Eintracht Braunschweig den Sprung in die Goldrunde am Sonntag.

Nicht an die Spitze anknüpfen konnten die einzigen Barnimer Vertreter von Preussen Eberswalde. Nachdem die Junioren sich vor dem Turnier kleine Außenseiterchancen auf ein Weiterkommen gemacht hatten, blieb die Überraschung aus. Einzig das letzte Vorrundenspiel gegen Dynamo Dresden konnten die Eberswalder für sich entscheiden. Somit ging es am Folgetag in die Silberrunde, in der allerdings auch in vier Partien kein weiterer Sieg heraussprang. Letztendlich gewann Preussen gegen den SV Babelsberg das Spiel um Platz 19.

„Bei dem Teilnehmerfeld können wir vielleicht mit ganz viel Glück ein oder zwei Spiele mehr in der Vorrunde gewinnen. Aber das hat leider dieses Mal nicht gereicht“, so Marcus Bülow. Trotz der wenigen Siege war es für die Gastgeber eine schöne Erfahrung, sich mit den namhaften Mannschaften zu messen.

In der Goldrunde überzeugten in Gruppe G vor allem die Junioren vom Bundesligisten FC Augsburg. Einen Sieg nach dem anderen holte das Team aus der Fuggerstadt und gewann abschließend sogar gegen RB Leipzig mit 2:1. „Unser Ziel ist es, so weit zu kommen wie möglich. Die Spitze ist relativ eng zusammen“, schätzte Augsburgs Trainer Jonathan Raffler die Chancen seines Teams in der Finalrunde ein. Mit zwölf Punkten aus vier Spielen qualifizierten sich die Augsburger souverän für das Halbfinale. Als Gruppenzweiter gelang es außerdem den Favoriten aus Leipzig, in das Semi–Finale einzuziehen. Von der Titelverteidigung wollte Trainer Rene Hönisch jedoch noch nichts wissen. „Natürlich ist das ein Ansporn, hier wieder zu gewinnen, aber irgendwann reißt jede Serie mal“, schätzte der Coach nüchtern ein.

In der Gruppe H überzeugte nach anfänglichen Problemen das Team von Hansa Rostock, das vor allem spielerisch für einige Hingucker sorgte. Neun Punkte bedeuteten am Ende Platz 1 vor dem HSV.

Im Finale des Eberswalder Hallenmasters standen sich der Hamburger SV und RB Leipzig gegenüber. Im richtigen Moment des Turniers blühte RB Leipzig richtig auf und zeigte nach der starken Leistung gegen Rostock auch im Finale kaum Schwächen. Mit 3:1 gewannen die Spieler von Rene Hönisch und machten das Quintuple tatsächlich perfekt.

Mit Siegerpokal nach Hause

Hönisch erklärte, warum er mit seinen Jungs den Weg von Leipzig nach Eberswalde gerne antritt. „Für uns ist es eins der Turniere, die etwas näher sind. Ansonsten reisen wir ja auch durch ganz Deutschland. In Eberswalde gibt es eigentlich immer ein gutes Teilnehmerfeld. Wir sind außerdem schon von Anfang an dabei. Da unterstützen wir gern auch solche Turniere, die näher an unserer Region dran sind.“ Wer bei RB trainieren wolle, der müsse sich schon auf ein großes Trainingspensum einstellen. „In dem Altersbereich ist es noch so, dass nicht viele Spieler auf der Sportschule sind. Wir trainieren bei uns nachmittags drei– bis viermal die Woche. Es ist aber trotzdem schon vorbereitender Leistungssport, sodass die Jungs teilweise den ganzen Tag unterwegs sind. Wenn man es ernsthaft angeht und Profi werden möchte, gehört das einfach dazu“, war Rene Hönisch überzeugt, der mit dem begehrten Siegerpokal mit seinen Jungs die Heimreise antrat.