Gewalt in Eberswalde: Mann attackiert Frau mit Stichwaffe, was jetzt für ihn folgt

Ein Wohnhaus in der Potsdamer Allee im Brandenburgischen Viertel von Eberswalde. In diesem Wohnquartier kam es zu einem schweren Gewaltvorfall, bei dem eine Frau verletzt wurde.
Viola Petersson- Gewaltvorfall in Eberswalde: Frau im Brandenburgischen Viertel mit Stichwaffe schwer verletzt.
- 43-jähriger Verdächtiger aus familiärem Umfeld wurde festgenommen, 1,72 Promille Atemalkohol gemessen.
- Richter entschied: Verdächtiger in Justizvollzugsanstalt gebracht, Ermittlungen dauern an.
- Gewalt gegen Frauen ist in der Region ein wiederkehrendes Thema, Aktionen zur Sensibilisierung fanden statt.
- Pinkfarbene Bank in Eberswalde soll langfristig auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Drei schwere Gewalttaten gegen Frauen in wenigen Tagen erschüttern Eberswalde. Ob an der Ringstraße in Finow, in einer Gaststätte in der Eisenbahnstraße oder erst am Dienstagabend (9. Dezember) im Brandenburgischen Viertel – Stichwaffen haben immer eine Rolle gespielt.
Im Fall der 62 Jahre alten Frau, die am Dienstagabend im Brandenburgischen Viertel so schwer verletzt wurde, dass sie in ein Krankenhaus eingeliefert wurde, gibt es eine neue Entwicklung. Ein 43 Jahre alter Mann aus dem familiären Umfeld steht im Verdacht, ihr die Verletzung mit einem Stichwerkzeug zugefügt zu haben. Auch Alkohol spielte eine Rolle. 1,72 Promille Atemalkoholwert wurden gemessen, als die Polizei am Dienstagabend vor Ort eintraf.
Dieser Verdacht hat sich jetzt erhärtet. Wie die Polizei am Donnerstagvormittag (11. Dezember) mitteilte, wurde der Verdächtige mittlerweile einem Richter am Amtsgericht Eberswalde vorgeführt. Der Richter ordnete die Verbringung in eine Justizvollzugsanstalt an. Dort ist der Mann mittlerweile eingetroffen. Noch sind bei diesem Vorfall nicht alle Fragen geklärt. Die Ermittlungen dauern an.
Gewalt gegen Frauen wird im Landkreis Barnim immer wieder thematisiert. Rund um den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am Dienstag (25. November) wurde in Bernau und Eberswalde öffentlichkeitswirksam auf die Problematik aufmerksam gemacht. In Bernau gab es im Neuen Rathaus an fünf Tagen einen Informationsstand, der die bundesweite Telefonnummer 116 016 des Hilfetelefons für Frauen, die von Gewalt betroffen sind, bekannter machen sollte.
In Eberswalde rückte das Thema unter anderem auf optische Weise in den Mittelpunkt. Eine pinkfarbene Bank, die von Beschäftigten der Lebenshilfe gGmbH gestaltet wurde, wurde an diesem Tag eingeweiht. Sie soll an verschiedenen Standorten in der Stadt auf die Problematik aufmerksam machen.
Hier gibt es bei häuslicher Gewalt Hilfe
In Notsituationen ist die Polizei unter 110 erreichbar.
Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist ein bundesweites Beratungsangebot für Frauen. Unter der Nummer 116 016 und werden Betroffene aller Nationalitäten, mit und ohne Behinderung beraten – 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr. Auch Angehörige, Freundinnen und Freunde sowie Fachkräfte werden anonym und kostenfrei beraten.
Alle Frauen und trans Personen, die Beziehungsgewalt erleben, können sich an die Beratungsstelle Häusliche Gewalt von Frauen helfen Frauen e.V. wenden. Dort gibt es kostenlose Unterstützung. Die Telefonnummer ist (07071) 26457. Und per E-Mail: fhfberatung.tue@t-online.de
Eine Übersicht über Hilfsangebote und Beratungsstellen, auch für Eltern, Kinder und Jugendliche sowie von sexualisierter Gewalt betroffene Männer, gibt es hier: www.werhilftweiter.de

