Mindestens 20 Minuten hätte die Berufsfeuerwehr in der Nacht zum 9. Januar gebraucht, bevor sie endlich auf dem Gewerbegrundstück an der Neuen Straße 1 eingetroffen sei. Dort habe die Lagerhalle bereits in voller Ausdehnung gebrannt. 
"Hätten die Einsatzkräfte eher mit den Löscharbeiten begonnen, wäre das Feuer vermutlich nicht vom Bauwagen auf das Gebäude übergesprungen und der Schaden damit weit niedriger ausgefallen", behauptet ein Lkw-Fahrer, der anonym bleiben will, der den Brand aber der Leitstelle gemeldet und dort mehrmals nachgefragt haben will, wo die Feuerwehr denn bleibe.
"Am besten wäre es gewesen, wir hätten an Ort und Stelle bereitgestanden", sagt Nikolaus Meier, der Leiter der Berufsfeuerwehr. Die Brandschützer hätten von der Feuerwache in Finow bis nach Nordend elf Minuten benötigt, betont der Stadtbrandrat. Weil es bei der Alarmierung geheißen habe, der Bauwagen brenne an der Angermünder Chaussee, hätten sich die Einsatzkräfte erst einmal orientieren müssen.
"So eine Lageerkundung ist leider unumgänglich", sagt Nikolaus Meier. Wären die Feuerwehren zu Motorengeräte Welke gerufen worden, hätte es die Anlaufschwierigkeiten nicht gegeben. Die wachhabende Schicht der Berufsfeuerwehr habe unter den gegebenen schwierigen Umständen aber professionell reagiert und sei überdies von ehrenamtlichen Brandschützern unterstützt worden, urteilt der Stadtbrandrat.