Grüne Woche
: So schmeckt der Barnim

Neue Aussteller, neue Produkte: Vom Frischkäse bis zur Knüppelsalami – Produzenten aus der Region stellen sich auf der Grünen Woche vor
Von
Viola Petersson
Eberswalde
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  • Die Eberswalder: Das Britzer Fleischwerk ist nicht für die gleichnamigen Würstchen bekannt, sondern auch für Salami und Co.

    Die Eberswalder: Das Britzer Fleischwerk ist nicht für die gleichnamigen Würstchen bekannt, sondern auch für Salami und Co.

    Thomas Burckhardt
  • Alles Käse: Der Agrarbetrieb Ökodorf Brodowin präsentiert sich u. a. mit Produkten aus der Meierei, hier Burkhard Kolloff  im Reiferaum.

    Alles Käse: Der Agrarbetrieb Ökodorf Brodowin präsentiert sich u. a. mit Produkten aus der Meierei, hier Burkhard Kolloff  im Reiferaum.

    Thomas Burckhardt
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Eberswalde. International und gleichzeitig regional – das sind die Markenzeichen der Grünen Woche, die am Freitag in Berlin eröffnet wird. Mit dabei auch der Barnim. WITO sowie etliche Produzenten präsentieren sich den Besuchern. Unter den Ausstellern sowohl Stammkunden als auch Neulinge.

Donnerstag, 8 Uhr, beginnt für das kleine Team der Barnimer WITO in der Brandenburghalle der Aufbau. Auch wenn die Grüne Woche keine Tourismus-, sondern eine Verbrauchermesse ist, so sei die Schau im Januar doch eine feste Größe im Veranstaltungskalender der WITO, sagt Sabine Grassow, die dort den Tourismussektor leitet. Die Kreis-Entwicklungsgesellschaft biete mit ihrem Stand vor allem den kleinen Produzenten im Barnim eine Plattform und die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Dies unter dem Motto: „Den Barnim mit allen Sinnen genießen“. Im Übrigen verstehe man den Auftritt eben auch als Wirtschaftsförderung.

Acht Unternehmen aus der Region stellen sich und ihre Produkte vor. Darunter bekannte wie die Destillerie & Liqueurmanufaktur Krummensee, die Fischerstube Stolzenhagen, die Bäckerei Märkisch Edel aus Eberswalde (am Brandenburg-Tag vor Ort) und die Straußenfarm Hohenfinow. Mit der ALDIM – Trading Company GmbH & Co. KG sowie dem Barnimer Brauhaus geben aber auch zwei Unternehmen ihr Debüt auf der Grünen Woche. Alexander Schneckenhaus wirbt mit Bio-Schorfheide-Produkten (Konserven und Feinkost). Extra ein Messepaket, eine Sechser-Trage-Box, hat das Barnimer Brauhaus, erst vor gut einem halben Jahr in Hohenfinow eröffnet, zusammengestellt., u. a. mit dem „Barnim IPA“ sowie „Callista Pale Ale“, sogenannten Craftbieren. Sören von Billerbeck, der mit seiner Frau die Brauerei betreibt, ist mit dem Start „sehr zufrieden“. Die Resonanz sei „überraschend gut“. Zu den Kunden, allesamt in der Region, gehören etwa die Kneipe „Haltestelle“ in Eberswalde sowie diverse kleinere Läden. Fürs Frühjahr kündigt Billerbeck schon mal ein neues Bier an: einen Rauchbock. Die Grüne Woche, so von Billerbeck, sei eine gute Gelegenheit, den Berlinern zu zeigen, was das Umland zu bieten hat. In seinem Fall Brauereibesichtigungen und künftig auch Bierkurse.

Mit einem eigenen Stand sind traditionell die „Eberswalder“, das Britzer Fleisch- und Wurstwerk, vertreten. Exclusiv für die Grüne Woche habe man ein Knüppelsalami-Sortiment in verschiedenen Geschmacksrichtungen zusammengestellt, so Sebastian Kühn, Vertriebschef in Britz. Schwerpunkt des Auftritts sei die Präsentation des Programms „100% Regional“, das das verarbeitende Unternehmen gemeinsam mit dem Lebensmittelhändler REWE sowie Bauern und einem Schlachtbetrieb in der Mark umsetzt. Seit Mitte 2018 gebe es an den Bedientheken Fleisch aus der Region. „Das Schweinefleisch beschaffen wir durchweg aus Brandenburg“, so Kühn. Pro Woche werden aktuell etwa 400 Schweine verarbeitet. „Das ist schon sehr ordentlich.“ Ab März soll das Repertoire um Wursterzeugnisse erweitert werden. „Für die Hauptstadtregion ist dies der richtige Weg“, ist der Geschäftsführer überzeugt.

Der Landwirtschaftsbetrieb Ökodorf Brodowin ist wie in den Vorjahren mit seinem Stand in der Bio-Halle präsent. Unter dem Dach des demeter-Verbandes. Brodowin übernimmt in der Halle zugleich das Catering. Auf der Speisekarte stehen Snacks, fast durchweg aus eigenen Produkten zubereitet. Etwa Flammkuchen, heiße Brodowiner Fladen sowie Käsebällchen, so Katja von Maltzan. Darüber hinaus habe der Betrieb noch recht neue Frischkäsesorten mit verschiedenen Toppings sowie in neuer Verpackung im Messe-Gepäck.