Hochwasser an der Oder: So ist die Lage bei Eberswalde

Im Krisenmodus wegen Hochwasser an der Oder: Barnims Landrat Daniel Kurth (l.) und sein persönlicher Referent Richard Bloch halten vor Ort eine Lagebesprechung ab. Wie ist die aktuelle Hochwasserlage im Barnim?
Robert Bachmann/Landkreis Barnim- Hochwasserlage an der Oder bei Eberswalde aktuell unbedenklich, Alarmstufe 1 nicht erreicht.
- Landrat Daniel Kurth und Krisenstab bereiten präventiv Maßnahmen vor, um auf mögliche Risiken zu reagieren.
- Pegelstand von 440 cm, Prognose für 29. September: 627 cm, unterhalb Alarmstufe 3.
- Anwohner sollen Ruhe bewahren und offizielle Informationen beachten.
- Deichbefahrung verboten, Deichzufahrten freihalten für Einsatzkräfte.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mit Sorge blickt der Landkreis Barnim aktuell auf die Entwicklung der Hochwasserlage im Landkreis Oder-Spree sowie in Frankfurt an der Oder. Auch im Barnim laufen die Vorbereitungen auf steigende Pegelstände entlang des etwa sieben Kilometer langen Abschnitts der Oder auf dem Territorium des Landkreises. Das geht aus einer Pressemitteilung der Kreisverwaltung mit Sitz in Eberswalde hervor.
Mit Stand vom 24. September 2024 sei die Hochwasserlage im Barnim weiterhin als unbedenklich zu bewerten, heißt es weiter. Für die Anwohnenden in der Region der Grenzoder bestehe nach aktueller Datenlage des Landesamtes für Umwelt (LfU) aktuell keine Gefahr. Am 24. September habe Landrat Daniel Kurth persönlich den auf dem Territorium des Barnim befindlichen Deichabschnitt besichtigt, um sich ein Bild vom Zustand des baulichen Hochwasserschutzes zu machen.
Pegelstand der Oder ist jederzeit öffentlich einsehbar
„Entscheidend für die Lageeinschätzung im Landkreis Barnim sind insbesondere die Messwerte der Pegelmessstelle Hohensaaten-Finow, welche öffentlich über das Pegelportal des LfU eingesehen werden können. Aktuell weist die Messstelle Hohensaaten-Finow einen Pegel in Höhe von 440 cm aus. Damit liegt der Landkreis Barnim weiterhin unterhalb der Alarmstufe 1, die bei einem Pegelstand von 550 cm eintritt. Nach derzeitiger Prognose des LfU wird die Oder auf Höhe des Landkreises Barnim am 29. September 2024 einen voraussichtlichen Höchststand von 627 cm - noch unterhalb der Alarmstufe 3 - erreichen. In der kommenden Woche wird wiederum mit einem Abschwellen der Pegelstände gerechnet“, teilt Kreissprecher Robert Bachmann mit.
Wenngleich für den Landkreis Barnim nach derzeitiger Datenlage keine gravierenden Auswirkungen durch das Hochwasser der Oder zu erwarten seien, wurden präventiv bereits intensive Vorbereitungsmaßnahmen innerhalb der Kreisverwaltung sowie dem für die Kontrolle des etwa sieben Kilometer langen Deichabschnittes zuständigen Amtes Britz-Chorin-Oderberg unternommen. So sei am 23. September 2024 der Krisenstab des Landkreises Barnim zusammengekommen.
Vor dem Hintergrund auch der reichhaltigen Erfahrungen aus früheren Hochwasserlagen verfüge der Landkreis Barnim über einen abgestimmten Maßnahmenplan zum Oderhochwasser. Darin seien Handlungsanweisungen für alle Beteiligten festgelegt. Die zuständigen Stellen, sowohl beim Landesamt für Umwelt als auch in der Kreisverwaltung, der betroffenen Kommune und dem für die Deichunterhaltung zuständigen Wasser- und Bodenverband stünden im regelmäßigen Austausch. Zudem unterhält der Landkreis Barnim ein Katastrophenschutzlager. Von hieraus erfolge seit Ende der vergangenen Woche die Versorgung des Amtes Britz-Chorin-Oderberg mit u.a. Sandsäcken.
Darum bittet der Krisenstab die Anwohner an der Oder
„Derzeit gilt für den Landkreis Barnim noch keine Hochwasseralarmstufe. Insbesondere die in Ufernähe zur Oder ansässigen Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, Ruhe zu bewahren und sich auf den offiziellen Kanälen des Landes, des Landkreises sowie des Amtes Britz-Chorin-Oderberg fortlaufend über die Entwicklung der Lage zu informieren. Aus aktuellem Anlass wird auf das generelle Verbot der Deichbefahrung hingewiesen. Die Bürgerinnen und Bürger werden darüber hinaus gebeten, die Deichzufahrten freizuhalten, um im Ernstfall die Arbeiten der Einsatzkräfte nicht zu behindern“, heißt es in der Pressemitteilung aus dem Kreishaus in Eberswalde.


