Katze in Eberswalde: Droht Nala hartes Straßenleben? Rettungsaktion gestartet

Seit Wochen wird in Eberswalde Katze Nala vermisst. Inzwischen könnte sie schwanger sein. Ehrenamtliche Katzenretter versuchen sie und mögliche Babykatzen endlich aufzuspüren.
Ivonne Makowski- Katze Nala wird seit Wochen in Eberswalde vermisst, mögliche Schwangerschaft.
- Ehrenamtliche suchen mit Duftspuren und Futterstellen.
- Katzenmütter und ihre Jungen leben zunehmend auf der Straße.
- Helfer erweitern Suchgebiet bis zum Behördenzentrum.
- Appell: Katzen und Kater kastrieren, um Straßenkatzen zu verhindern.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die halbe Nachbarschaft der Carl-von-Ossietzki-Straße unterstützt Ivonne Makowski bei der Suche nach Katze Nala. Die Methoden des Suchtrupps sind ausgeklügelt. Alles, um zu verhindern, dass die rollige Katze, sich mit ihren vielleicht zukünftigen Kätzchen auf der Straße durchschlagen muss.
Noch sind erst knapp vier Wochen seit dem Verschwinden der fünfjährigen, hübschen Katze vergangen. Aber die Chancen sie zu finden sinken, wie die ehrenamtliche Katzenretterin Ivonne Makowski erklärt. Sie setzt sich seit Jahren für Straßenkatzen ein, fängt ein, lässt Tiere kastrieren und organisiert Hilfe, wenn sie Vermisstenmeldungen bekommt.
So war es auch hier: Auf ihrer Facebook-Seite „Eberswalder Straßenkatzen“ war die Suchmeldung am 13. Mai eingegangen. Die unkastrierte Katze Nala war zu dem Zeitpunkt paarungsbereit und über den ungesicherten Balkon entwischt.
Vermisste Katze in Eberswalde dank Duftspuren finden
„Eine Katze ist etwa zwei Monate schwanger. Und wenn die Nala wirklich noch einen Kater gefunden hat, dann gibt es bald die nächsten Straßenkatzen.“ Gerade Katzen, anders als Kater, litten ganz besonders auf der Straße, sagt die Eberswalderin.
Nun gehen es die Helferinnen und Helfer von Ivonne Makowski methodisch an: Im Quartier haben sie Duftspuren ausgelegt, sogenannte Heimwärtsschleppen, damit die Katze wieder nach Hause findet.
Makowski erklärt: „Wenn Wohnungskatzen aus ihrem Heim abhauen, sind sie erstmal in einer Schockstarre. Sie kennen ja das Draußen nicht.“ Dann hielten sie sich meist in der näheren Umgebung auf. Duftspuren hätten dann die größte Erfolgsaussicht.
Sternförmig in eine Richtung und wieder zurück zum Zuhause des Tiers hat Ivonne Makowski Katzenstreu der anderen beiden Katzen, die mit Nala bei den Besitzern leben, gestreut. Dann hat sie eine Futterstelle mit Wildtierkamera eingerichtet, in der Hoffnung, das Tier hierherlocken zu können.
Immer mehr Katzenmütter mit Babys leben auf der Straße
Doch bisher keine Spur. „Wir brauchen jetzt dringend eine Sichtung“, sagt Makowski. Inzwischen hätten sie ihren Suchumkreis bis zum Behördenzentrum ausgeweitet. Sogar die Security-Leute, die ohnehin ihren Runden drehen, halten nun die Augen nach Nala offen.
„Aktuell gibt es ganz viele Meldungen für Katzenmütter mit ihren Jungen, die auf der Straße leben“, erzählt die ehrenamtliche Katzenretterin. Das Problem sei, dass die Pflegestellen alle voll seien. „Die Mütter sind ja meist wild, sie werden dann kastriert zurückgesetzt. Die Kätzchen versucht man zu fangen, wenn sie etwa sechs Wochen alt sind.“ Das sei auch der beste Zeitpunkt, um sie an Tierliebhaber zu vermitteln.
Sonst blieben die Pflegestellen auf den jungen Kätzchen sitzen, sagt Ivonne Makowski. Und dann appelliert sie an alle Besitzer von Katzen: „Bitte lasst eure Katzen und Kater kastrieren.“ Das ist der beste Schutz vor dem Katzen-Elend auf den Straßen.

