Knall in Eberswalde
: Mutmaßliche Explosion bringt Feuerwehr auf Trab

In Eberswalde ist die Feuerwehr in der Nacht zu zwei nicht alltäglichen Einsätzen ausgerückt. Im Fall eines Knalls war nicht vorhersehbar, wie schlimm es werden könnte. Das ist passiert.
Von
Sven Klamann
Eberswalde
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Einsatz der Feuerwehr in Eberswalde: In der Kreisstadt des Barnims hat es einen Knall gegeben. Auch ein weiterer nicht alltäglicher Einsatz hielt die Brandschützer auf Trab. (Symbolbild)

Britta Pedersen/dpa

Gegen 21.30 Uhr ist Eberswalde im Alltag längst zur Ruhe gekommen. Auf den Straßen sind kaum noch Autos unterwegs. Die Ampeln schalten von Grün auf Rot, ohne dass dies weiter auffällt. Die Gehwege sind leergefegt. Da fällt es auf, wenn mit einem Mal Sirenen erklingen und Blaulicht aufblinkt. So wie dies am 15. Februar der Fall war, als um diese Uhrzeit mehrere Feuerwehrautos durch die Kreisstadt des Barnims gerast sind.

Die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Eberswalde sowie der Freiwilligen Feuerwehren von Eberswalde und Finow waren von der für die Kreise Barnim, Uckermark und Oberhavel zuständigen Regionalleitstelle mit dem Stichwort „Explosion“ alarmiert worden.

Feuerwehr in Eberswalde mit allen Kräften ausgerückt

Ein Ohrenzeuge hatte in der Bergerstraße in Eberswalde einen Knall gehört und den Notruf gewählt. „In einem solchen Fall rechnen wir immer mit dem Schlimmsten und rücken mit allen Frauen und Männern aus, die uns zur Verfügung stehen“, sagt ein Sprecher der Berufsfeuerwehr.

An der Bergerstraße, wo unter anderem ein Briefverteilungszentrum, das Jobcenter Barnim und die Agentur für Arbeit Eberswalde zu finden sind, hätten die Einsatzkräfte dann aber nichts Verdächtiges entdeckt, informiert der Sprecher weiter. Es habe sich also um einen Fehlalarm gehandelt.

Um 22.45 Uhr war die Berufsfeuerwehr von Eberswalde dann noch einmal gefragt. Sie wurde von der Bundespolizei angefordert, um am Bahnhofsring einen Obdachlosen in Empfang zu nehmen. „Wir haben die Person schließlich in einer der Wohnungen untergebracht, die von der Stadt Eberswalde für solche Fälle vorgehalten werden“, sagte der Sprecher der Berufsfeuerwehr.