Angriff auf Partei in Eberswalde
: „Verrat ans Volk“ - Grünen-Büro beschmiert

Erneut gab es in Eberswalde eine politisch motivierte Straftat. Das Büro des Kreisverbandes von Bündnis 90/ Die Grünen in der Kreisstadt wurde beschmiert.
Von
Markus Pettelkau
Eberswalde
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Polizei Symbolbild: ILLUSTRATION - 30.11.2023, Baden-Württemberg, Stuttgart: Eine Polizistin steht neben einem Polizeifahrzeug. (zu dpa: «Mann fährt gegen Stuttgarter Stadtbahn - leicht verletzt») Foto: Marijan Murat/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Angriff: Die Polizei ermittelt in Eberswalde gegen Unbekannte, die das Büro von Bündnis 90/ Die Grünen beschmiert haben.

Marijan Murat/dpa (Symbolfoto)
  • In Eberswalde wurde das Grünen-Büro mit „Verrat ans Volk“ in schwarzer Farbe beschmiert.
  • Die Schmiererei erstreckte sich über ein Fenster und zwei verglaste Türen und fiel am Freitag auf.
  • Die Polizei ermittelt gegen Unbekannte – Graffiti gilt rechtlich als Sachbeschädigung.
  • Bei politischem Motiv können je nach Inhalt weitere Tatbestände wie Beleidigung hinzukommen.
  • Ähnliche Fälle gab es zuvor: beschädigte Scheiben bei der SPD und zerschnittene Reifen bei Wahlkämpfen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Eingeschlagene Fensterscheiben, Graffitis – die Büros, von Parteien und Abgeordneten werden in regelmäßigen Abständen angegriffen. Unbekannte Täter brachten jetzt auch in der Eberswalder Friedrich-Ebert-Straße an den Fensterfronten des Parteibüros der Partei „Bündnis 90/Die Grünen“ den Schriftzug „Verrat ans Volk“ mittels schwarzer Sprühfarbe auf. Der groß aufgetragene Schriftzug war über ein Fenster und zwei verglaste Türen verteilt. Die Schmiererei wurde am Freitag (7.8.) festgestellt.

Fälle von politisch motivierter Kriminalität gibt es in Eberswalde immer wieder. Im Dezember 2023 beschädigten Unbekannte die Fensterscheibe des SPD-Wahlkreisbüros in Eberswalde mit einer Zwille oder einer Schusswaffe, wodurch die Scheibe durchschlagen wurde. Die Kriminalpolizei übernahm damals die Ermittlungen zu diesem Vandalismus- und Sachbeschädigungsfall.

Ein Graffiti an einem Parteibüro wird rechtlich als Sachbeschädigung gewertet. Dafür droht meistens eine Geldstrafe oder selten auch eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren. Handelt es sich um eine politisch motivierte Tat, können je nach Inhalt des Spruchs auch weitere Tatbestände wie Beleidigung dazukommen.

Viele Vandalismus-Fälle in der Vergangenheit

In einigen Fällen dringen die Angriffe auch bis in den privaten Bereich vor. Während des Bürgermeisterwahlkampfes 2022 wurde das Auto des heutigen Bürgermeisters Götz Herrmann ins Visier genommen – alle vier Reifen wurden damals zerstochen. Anfang Februar 2026 wurden am Familienauto des AfD-Landratskandidaten Matthäus Mikolaszek ebenfalls die Reifen durch Stiche beschädigt.

In einem anderen Fall ging es auch über Sachbeschädigung hinaus. Ebenfalls während des Landratswahlkampfes wurden im Februar zwei Unterstützer des CDU-Kandidaten Daniel Sauer tätlich angegriffen, als sie ein Plakat anhängen wollten.