In den vier Kategorien Robot Game, Robot Design, Teamwork und einer Forschungspräsentation treten die Mannschaften aus dem gesamten Nordosten der Republik gegeneinander an. Ihre Technikkonstrukte müssen Aufgaben auf einem Spielfeld erledigen, ihre Ideen Raumfahrer bei deren Mission unterstützen. „Into Orbit“ lautet das Motto der Lego League. Deshalb gibt es Motivation vom derzeit wohl berühmtesten deutschen Astronauten, ISS-Kommandant Alexander Gerst. Schon im Dezember landete Astro-Alex wieder sicher auf der Erde, schickte von der Raumstation aber zu Beginn der Wettbewerbe im Herbst eine Videobotschaft als Ansporn an alle Teilnehmer.
Der galt auch den Teams aus Müllrose und Schwedt – die einzigen Brandenburger Lego-Tüftler, die es bis in diese Runde geschafft haben. Vielleicht sogar noch weiter? Angela Verhoeven, die den Robotik-Club der Grund- und Oberschule in Müllrose (Oder-Spree) betreut, zweifelt. „Der Gyrosensor“ so erklärt sie am frühen Nachmittag, hatte beim Robot Game nicht einwandfrei funktioniert.
Das zweite Brandenburger Team, Sophie Teoludo und Kira Stol (beide 12) von der Bertolt-Brecht-Grundschule Schwedt (Uckermark) hatte beim Robot Game anfangs auch seine Schwierigkeiten. „Der zweite Durchgang war besser“, verrät Betreuer Marko Härtel, der In Schwedt eine Robotik-AG leitet.
Zur Siegerehrung am späten Nachmittag gibt es dann zumindest fürs Team aus Müllrose eine satte Überraschung. Sie erringen den dritten Platz und sind damit fürs Finale qualifiziert. „Das ist seit zehn Jahren keinem Team aus Ostbrandenburg gelungen“, verrät Jens Jankowsky, der den Wettbewerb seitens der IHK begleitet. Zusammen mit den Teams aus Neustrelitz (1. Platz) und Dresden (2. Platz) geht es im März nun nach Bregenz (Österreich). Die besten von dort dürfen im April zum World Festival der Lego League nach Detroit (USA).