Maul- und Klauenseuche in Brandenburg
: Barnim Teil der Sperrzone – was zu beachten ist

Bei einem Tierhalterbetrieb in Märkisch-Oderland ist die Maul- und Klauenseuche nachgewiesen worden. Teile des Landkreises Barnim gehören zur Sperrzone.
Von
Markus Pettelkau
Eberswalde
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Männer in Schutzkleidung und mit Gewehren gehen zu einem Stall. In dem Betrieb gibt es Fälle der Maul- und Klauenseuche in Brandenburg. +++ dpa-Bildfunk +++

Gefahr für Rinder, Schweine und Ziegen: Männer in Schutzkleidung und mit Gewehren gehen zum betroffenen Stall in Hönow. In dem Betrieb gibt es Fälle der Maul- und Klauenseuche, die Tiere wurden getötet.

Sebastian Gollnow/dpa
  • Maul- und Klauenseuche in Brandenburg ausgebrochen; betroffen sind Wasserbüffel in Hönow.
  • Sperrzone umfasst Teile des Landkreises Barnim, Verbringungsverbot für Paarhufer im Land Brandenburg.
  • Veterinäramt Barnim analysiert Situation, Maßnahmen zur Bekämpfung werden eingeleitet.
  • Hohe Gefahr der Ausbreitung, Landrat betont Priorität auf Tiergesundheit und wirtschaftliche Stabilität.
  • Tierhalter sollen Symptome der Seuche melden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In Brandenburg ist die hoch ansteckende Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Betroffen ist ein Bestand von Wasserbüffeln in Hönow im Landkreis Märkisch-Oderland. Die Maul- und Klauenseuche (MKS) ist eine hoch ansteckende, anzeigepflichtige Viruserkrankung bei Rindern und Schweinen. Auch andere Paarhufer wie Rehe, Ziegen und Schafe, aber auch Elefanten, Ratten und Igel können sich infizieren. Pferde sind nicht und Menschen nur selten für MKS anfällig.

Zur Eindämmung der Tierseuche wird im Land Brandenburg eine Sperrzone eingerichtet. Diese Sperrzone betrifft auch Teile des Landkreises Barnim. Unabhängig davon wird die Landesregierung im gesamten Land Brandenburg ein Verbringungsverbot für Rinder, Schweine, Gehegewild und andere Paarhufer erlassen, teilt der Landkreis Barnim mit.

Hohe Ausbreitungsgefahr von Maul- und Klauenseuche

Seit Freitagmorgen hat das Veterinäramt des Landkreises Barnim die Situation analysiert und ist dabei, alle notwendigen Informationen zusammenzutragen, um rasch entsprechende Maßnahmen zur Bekämpfung der Seuche einzuleiten. „Der Landkreis steht im kontinuierlichen Austausch mit dem Landestierseuchenstab, der eingerichteten Taskforce sowie dem Landkreis Märkisch-Oderland und der Gemeinde Ahrensfelde, die sich in unmittelbarer Nähe zur Sperrzone befindet. Nach derzeitiger Einschätzung ist die Gefahr einer potenziellen Ausbreitung der MKS im gesamten Kreisgebiet des Landkreises Barnim sehr hoch“, so Pressesprecher Robert Bachmann.

Landrat Daniel Kurth betont: „Die Gesundheit unserer Tierbestände und die wirtschaftliche Stabilität unserer landwirtschaftlichen Betriebe haben für uns höchste Priorität. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Seuche einzudämmen und mögliche Ausbreitungen zu verhindern.“ Weitere Maßnahmen und Informationen werden umgehend nach Verfügbarkeit bekannt gegeben. Der Landkreis Barnim appelliert an alle Tierhalter und Landwirte in der Region, wachsam zu sein und bei Verdacht auf Symptome der Maul- und Klauenseuche umgehend das Veterinäramt zu informieren.