Migration in Eberswalde
: Wie sich ein Bäckermeister für Integration im Barnim einsetzt

Bäckermeister Björn Wiese aus Eberswalde mischt im neu gewählten Beirat für Migration und Integration des Kreises Barnim mit. Was ihn antreibt.
Von
Sven Klamann
Eberswalde
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Björn Wiese im Mai 2023 vor Unternehmern in Wandlitz. Auch bei dieser Veranstaltung ging es um die Integration von Flüchtlingen.

Bäcker Björn Wiese aus Eberswalde erklärte Unternehmern aus Wandlitz, was zu beachten ist, wenn sie Flüchtlinge als Mitarbeiter gewinnen wollen.

Ehrenamtlich im Einsatz: Björn Wiese aus Eberswalde, hier im Mai 2023 bei einer Veranstaltung in Wandlitz, in der es um die Chancen von Geflüchteten auf dem Arbeitsmarkt ging, gehört dem neuen Beirat für Migration und Integration des Landkreises Barnim an.

Britta Gallrein
  • Bäckermeister Björn Wiese ist Mitglied im neuen Beirat für Migration und Integration in Barnim.
  • Im Kreis Barnim leben 13.557 Menschen mit ausländischer oder doppelter Staatsbürgerschaft.
  • Der Beirat hat acht Mitglieder und vertritt die Interessen der ausländischen Bevölkerung.
  • Fünf Mandate gingen an die Gruppe "Bessere Chancen - Für ein Miteinander", drei an "Zukunft".
  • Wiese will seine Integrationsexpertise einbringen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Im Kreis Barnim, der rund 200.000 Einwohner zählt, leben nach Angaben von Robert Bachmann, Pressesprecher im Landratsamt, exakt 13.557 Einwohner mit ausländischer oder doppelter Staatsbürgerschaft. Deren Anteil an der Gesamtbevölkerung liegt damit bei 6,8 Prozent.

Zum Vergleich: In Eberswalde beträgt die Ausländer-Quote 11,9 Prozent, im Brandenburgischen Viertel, das in der Kreisstadt des Barnims als sozialer Brennpunkt gilt, sogar bei 27,4 Prozent.

Für die acht zu vergebenen Mandate gab es 22 Bewerber

Die Interessen dieser Wahlberechtigten werden im Barnim vom Beirat für Migration und Integration vertreten, der jetzt neu gewählt worden ist. Zwei Wählergruppen, die „Bessere Chancen - Für ein Miteinander“ und „Zukunft“ heißen, mit insgesamt 21 Kandidaten und ein Einzelkandidat hatten sich um die acht zu vergebenen Mandate in dem Gremium beworben.

Im Ergebnis der Briefwahl, an der sich 1437 Abstimmende beteiligt hatten, gingen fünf Mandate an die Wählergruppe „Bessere Chancen - Für ein Miteinander“ und drei Mandate an die Wählergruppe „Zukunft“.

Das ist die Aufgabe des neu besetzten Beirates im Barnim

Die bekanntesten Bewerber waren Diana Sandler aus Bernau, die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde im Barnim, und Bäckermeister Björn Wiese aus Eberswalde. „Ich möchte meine Expertise bei der Integration ausländischer Mitbürger in den Arbeitsmarkt einbringen“, begründet Björn Wiese seine Kandidatur. In der Bäckerei haben 20 Prozent der Beschäftigten keinen deutschen Pass.

Die Aufgabe der acht Mitglieder des Beirates für Migration und Integration im Landkreis Barnim ist es, Zugewanderte zu unterstützen sowie die Perspektiven und Interessen der hier lebenden Ausländer in die politischen Entscheidungen einzubringen.

Zuletzt war das Gremium vom Bernauer Stadtverordneten und ehemaligen Landtagsabgeordneten Pèter Vida geleitet worden, der auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatte. Wer in der neuen Wahlperiode den Vorsitz übernimmt, ist noch nicht entschieden.