Mondfinsternis: Eberswalder Sternwarte ab 1. August geöffnet

Mit bloßem Auge erkennbar: Sternengucker genießen 2018 das Schauspiel der Mondfinsternis.
Christina SlezionaHeute Abend lohnt wieder einmal der Blick zum Himmel. Denn: Tief über dem Südost–Horizont ist eine partielle Mondfinsternis zu beobachten. Darauf macht Michael Fietz, Vorsitzender des Vereins der Eberswalder Sternenfreunde, aufmerksam. Und er findet: Das Schauspiel passe perfekt zu einem Jubiläum, dem 50. Jahrestag des Starts der Apollo–11–Mission, bei der zum ersten Mal Menschen den Mond betraten.
Zum Ereignis informiert Fietz: Ab 20.45 Uhr schiebe sich die Erde zwischen Mond und Sonne, der Mond beginne sich in seinem nordöstlichen Teil langsam zu verdunkeln. Um 22 Uhr trete der Mond in den Kernschatten der Erde ein, gegen 23.30 Uhr — zum Höhepunkt der partiellen Finsternis — beschatte er die Mondscheibe zu zwei Dritteln. „Für uns ungewöhnlich scheint die ,Mondsichel‘ auf dem Rücken zu liegen“, so Hobbyastronom Fietz. „Beim Blick durch ein Fernglas wird aber deutlich, dass es sich um keine ,echte‘ Mondsichel handelt, es ist ja Vollmond.“
Neben dem verfinsterten Mond ist der Ringplanet Saturn zu sehen, noch weiter im Westen steht der größte Planet unseres Sonnensystems, der Jupiter. Allesamt schon mit bloßem Auge gut zu erkennen. Um 1 Uhr endet das Schauspiel. Die Sternwarte an der Karl–Sellheim–Schule in Westend ist zwar wegen der Ferien geschlossen, sodass es heute keine öffentliche Beobachtung gibt. Am 1. August laden Fietz und Co. aber dazu wieder ein.