Neuanfang
: Schweizer Schäferhund hilft bei der Jugendarbeit in Groß Schönebeck

Melanie Grabner kümmert sich von nun an um Teenager in Groß Schönebeck und Eichhorst – unterstützt von Hund Nanouk.
Von
Udo Kalms
Groß Schönebeck
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Auf offene Ohren getroffen

Die tiergestützte Pädagogik beschäftigt sie weiter.  Zunächst mit dem Pferd. Später rückte die hundgestützte Förderung in den Fokus. „Seit Jahren hatte ich vor, mit einem Hund zusammen zu leben und diesen in meine Arbeit zu integrieren“, erzählt sie. In einem ersten Gespräch nach dem Arbeitsbeginn in der Volkssolidarität Barnim thematisierte sie ihren Berufswunsch und stieß auf offene Ohren. „Und nun bin ich täglich mit meinem Hund im Einsatz“, berichtet Melanie Grabner begeistert.

Im April begann ihre Weiterbildung. Ihr Ziel ist es, als „Fachkraft für tiergestützte Pädagogik“ in der Volkssolidarität Barnim zum Einsatz zu kommen. In ihrer täglichen Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen in Groß Schönebeck sehe sie bereits, wie positiv sich der Kontakt zwischen Mensch und Tier auswirkt. „Nanouk fungiert dabei als Eisbrecher, um leicht ins Gespräch zu kommen, nimmt den Kindern Ängste und der Hund ist ihnen gegenüber unvoreingenommen und bewertet nicht" , erzählt sie. Im regelmäßigen Austausch erkundige sie sich dabei, wie es sich für die Kinder anfühlt, mit dem Vierbeiner zusammen zu sein. Die Rückmeldungen von den Mädchen und Jungen sind dabei positiv und bestätigen sie in ihrer Arbeit.

Langfristig, nach Beendigung der Weiterbildung im Dezember 2021,  so die Jugendförderin der Groß Schönebecker Scheune 1.0, möchte sie den weißen Schäferhund zielgerichtet in der offenen Arbeit einsetzen und hat bereits Pläne: „Vorstellen könnte ich mir beispielsweise einen ‚Kleinen Hundeführerschein‘, bei dem Kinder nötiges Hintergrundwissen zum Hund erarbeiten, um darüber hinaus auch eigenes Verhalten besser reflektieren zu können.“

Kochen und tanzen

Das Jugendzentrum in der Trägerschaft der Volkssolidarität Barnim hat verschiedene Projekte für Kinder und Jugendliche im Angebot, die aber wegen der jetzigen Corona-Situation ausfallen müssen. Melanie Grabner gestaltet sonst zusammen mit ihnen gemeinsame Nachmittage. „Wir bieten eine breite Palette von kochen, backen, gärtnern oder einfach chillen an, für Ideen bin ich immer offen“, so die Sozialarbeiterin.

An den verschiedenen Projekten können sich Mädchen und Jungen beteiligen. So startet das Kochprojekt immer dienstags und donnerstags und Freitag finden sich die Interessierten für den Malkurs zusammen. Zusätzlich gibt es musikalische und künstlerische Angebote unter externer Anleitung. In Eichhorst etablierte sich eine Tanzgruppe, die neun Mädchen umfasst. Die jungen Tanzenthusiasten werden von der Jugendförderin in Trägerschaft der Volkssolidarität Barnim begleitet. Die taktsicheren Eichhorster sind eine von mehreren Gruppen, die im Jugendtreff  des Dorfes aktiv sind.

Jugendförderin Melanie Grabner ist ein Fan des Tanzteams: „Einen Tag in der Woche bin ich in Eichhorst und wenn möglich, sehe ich mir dabei die Tanzproben an. Auch die Auftritte der Gruppe verfolge ich mit Spannung und bin immer begeistert.“  Wert legt Melanie Grabner auch auf die drei bestehenden Kooperationsverbindungen in Groß Schönebeck mit der Kleinen Schule, der Kirche mit Pastorin Sabine Müller sowie mit dem Bürgerverein Groß Schönebeck/Schorfheide.