Neuer Standort: Thinkfarm in Eberswalde zieht in die Eisenbahnstraße
Im ehemaligen Medienhaus stehen der Thinkfarm statt wie bisher 220 Quadratmeter jetzt knapp 500 Quadratmeter zur Verfügung. Bis zum Jahresende sollen die Räumlichkeiten so weit hergerichtet sein, dass sie Platz für 50 voll eingerichtete Arbeitsplätze bieten, die von Interessenten gemietet werden können. Aktuell sind etwas mehr als 20 Solo–Selbständige der unterschiedlichsten Berufsgruppen in der Bürogemeinschaft aktiv. Etwa 15 000 Euro fließen in die Sanierung der Thinkfarm, die als Gesellschaft bürgerlichen Rechts organisiert ist und damit gewinnorientiert arbeitet.
Der kleinteiligere Raumzuschnitt an der Eisenbahnstraße erlaubt es den Betreibern der Denkfabrik, ihre Angebote nachfrageorientierter zu gestalten. Die Aussicht darauf war der wohl wichtigste Grund für den Umzug. Hinzu kommt eine mit dem neuen Vermieter, der stadteigenen Wohnungsbau– und Hausverwaltungs–GmbH, vereinbarte Kooperation, die nicht nur beiden beteiligten Partnern nutzen soll.
Denn die WHG wird im Foyer des ehemaligen Medienhauses einen Nachbarschaftstreff einrichten, der nicht nur für die eigenen Mieter, sondern für die interessierte Öffentlichkeit gedacht ist. „Wir denken an Vorträge, Ausstellungen oder Lesungen, zu denen alle Eberswalder willkommen sind“, sagt Doreen Boden, die bei der WHG die Kundenbetreuung leitet. Dafür werde die bei der Thinkfarm versammelte Kompetenz in Sachen Nachhaltigkeit und Kreativität genutzt. Überdies sei vorgesehen, dass auch die WHG Co–Working–Plätze für ihre Beschäftigten anmiete. Dies würde helfen, in den Geschäftsstellen in Finow und Eberswalde den nötigen Abstand zu garantieren.
Szenen für Arthouse–Film
„Das ist ein erstes Fazit aus der Corona–Krise“, berichtet Doreen Boden. Zugleich sei der Einstieg in die modernere Arbeitswelt ein Ziel, das die WHG–Führungsriege schon lange anstrebe.
„Schon die alte Thinkfarm war für mich persönlich ein guter Ort, mich auf meine Aufgaben zu fokussieren“, sagt Julian Beyer, der als Coach selbstständig ist und seit April 2019 einen Schreibtisch in der Bürogemeinschaft gemietet hat. Hier wurstele niemand für sich allein. Es beflügele die eigene Arbeit, sich mit anderen Freiberuflern auszutauschen.
Ab Mitte September hat die Denkfabrik besondere Mieter. „Wir sind über die Anfrage der Brave New Work–Filmproduktion mit Sitz in Hamburg und Köln froh, für einen Monat Räumlichkeiten zu buchen“, verrät Ingo Frost. In Eberswalde und Umgebung sollen Szenen für den Film „Grand Jeté“ gedreht werden, der dem anspruchsvollen Arthouse–Kino zugerechnet werde.
„Vor unserem Umzug hätten wir der Filmproduktionsfirma leider absolut nicht helfen können“, betont Madlen Haney.


