Orden: Rainer Klemke aus Schorfheide mit Bundesverdienstkreuz geehrt

Berlins Kultursenator Klaus Lederer (links) neben Rainer Klemke bei der Übergabe des Bundesverdienstkreuzes.
Thomas PlatowGeehrt wurde der Sprecher des Willkommensteams und des Bürgervereins Groß Schönebeck für seine vielfältigen beruflichen und ehrenamtlichen Aktivitäten. Mit seinem Namen, so hieß es in der Laudatio, seien unter anderem die Berliner „Langen Nächte der Museen" und die Erinnerungskultur in der Hauptstadt verbunden. Seit Langem etwa setzt er sich für ein Museum am Checkpoint Charlie ein. Ob das Konzept zum Mauergedenken, das Denkmal für die ermordeten Juden in Europa oder bei der Neugestaltung der Museumsinsel – der frühere Berliner Gedenkstätten- und Museumsreferent hatte vielerorts seine Finger im Spiel. Und hat es noch. Zuletzt brachte der Vater zweier erwachsener Töchter und vierfache Großvater mit einem Verein die „Berlin History“-App heraus, die Spuren der Geschichte nachzeichnet und die demnächst auch für Brandenburg adaptiert werden soll.
„Die Auszeichnung ist natürlich eine große Ehre für mich und vor allen Dingen auch für all die Mitstreiter all der Projekte“, sagte der Wahlschorfheider, der in Berlin und Groß Schönebeck lebt, nach der Ordensverleihung. „Sie habe ich heute vermisst“, so Klemke. Infolge der Pandemieauflagen durften ihn nur zwei Personen zur Feierstunde begleiten: seine Frau Jutta Klemke sowie Professor Hans-Dietrich Schultz, der die Ehrung angeregt hatte.
Beitrag im Fernsehen
Mitbringen will Klemke den Orden daher gleich am Sonntag zum Kaffeetrinken im Groß Schönebecker Garten der Nationen. Dort versammelt sich das Willkommensteam, um fünf Jahre nach Ankunft der ersten Geflüchteten im Ort Bilanz zu ziehen. Der rbb begleitet das Treffen und strahlt den Beitrag im Nachrichtenmagazin „Brandenburg aktuell“ am Montag aus.