Osterfeuer 2025 im Barnim: Wildpark sagt wegen Brandgefahr ab – was machen andere?

Osterfeuer sind schön, können bei großer Trockenheit aber auch gefährlich sein. Werden die beliebten Feuer an Ostern stattfinden können? (Symbolbild)
Hans-Jürgen Ehlers/dpa- Osterfeuer im Barnim Wildpark 2025 abgesagt wegen hoher Waldbrandgefahr.
- Veranstaltung in Basdorf und Liepe weiterhin geplant, Feuerwehren sind beteiligt.
- Amt Britz-Chorin-Oderberg unterstützt Veranstalter, erwartet Niederschläge.
- In Eberswalde sind Lagerfeuer ab Waldbrandstufe 1 verboten, einige Veranstaltungen finden dennoch statt.
- Gemeinde Schorfheide hat keine weiteren Absagen bekannt gegeben.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Osterfeuer übt auf viele Menschen eine magische Anziehungskraft aus. In der Nacht vor Ostern gemeinsam am Feuer zu sitzen, gehört für viele zum Schönsten beim Osterfest. Auch im Barnim freuen sich viele Menschen schon auf die Osterfeuer, wie zahlreiche Nachfragen in den sozialen Medien bezeugen.
Allerdings mischen sich zunehmend Sorgen in die Vorfreude. Im Barnim herrscht wie mittlerweile in ganz Brandenburg (Stand 16.4.) Waldbrandwarnstufe 4 – also hohe Gefahr.
Wildpark Schorfheide wird kein Feuer entzünden
Der Wildpark Schorfheide hat jetzt Konsequenzen gezogen, und das Osterfeuer abgesagt. „Seit Wochen hat es nicht geregnet, und es ist trocken und windig“, sagt die Wildparkchefin Imke Heyter gegenüber diesem Nachrichtenportal. Sie habe lange überlegt und Rücksprache mit der freiwilligen Feuerwehr gehalten. „Da reicht ein Windstoß“, so Heyter. „Das ist mir zu heiß, im wahrsten Sinne des Wortes.“
Heyter betont, dass die Absage freiwillig erfolgt ist, „aus Sicherheitsgründen für Menschen, Tiere, die Schorfheide“. Es sei so trocken, dass sie das nicht verantworten könne. Der Wildpark feiert Ostern mit einer langen Wolfsnacht am Karfreitag, mit Spielen und Basteln für Kinder, mit Marktbuden, Musik und Fütterungen. In diesem Rahmen sollte eigentlich am Samstag um 14 Uhr das Osterfeuer stattfinden.
Inzwischen hat auch der Eberswalder Ortsteil Sommerfelde sein Osterfeuer abgesagt. „Das ist zu riskant, wenn es Funkenflug gibt“, sagt Ortsvorsteherin Nancy Zielke am Donnerstagmittag. Sie habe das am Vormittag mit der Freiwilligen Feuerwehr beschlossen. Der Festplatz liege in der Nähe des Waldes, so Zierke. Die Veranstaltung am Donnerstag ab 18 Uhr finde aber statt, mit Musik, Grillen und Getränken.
Auch für das Amt Joachimsthal sieht Amtsdirektor Hans-Joachim Blomenkamp schwarz. „Aufgrund der derzeitigen Waldbrandstufe werden Osterfeuer sehr wahrscheinlich auch in den Gemeinden des Amtes Joachimsthal (Schorfheide) nicht stattfinden können“, sagt Blomenkamp. Die angekündigten Veranstaltungen würden daher voraussichtlich durchgeführt, aber ohne offenes Feuer.
Die große Veranstaltung in Basdorf wird stattfinden
In Basdorf findet hingegen die Veranstaltung rund um das Osterfeuer statt, wie Organisator Matthias Claus betont. Selbst wenn die Behörden noch das eigentliche Feuer untersagen würden. Es sei eine riesige Veranstaltung mit Buden, Schaustellern und Pferdchen, die um den Haufen herumlaufen würden, so Claus. Der Holzhaufen werde entzündet, sofern man bis dahin nichts vom Amt höre, sagt Claus. Zuletzt war im Jahr 2018 das Osterfeuer in Basdorf untersagt worden, damals galt Waldbrandstufe 5.
Auch in dem Dorf Liepe in der Nähe von Oderberg wird das Osterfeuer aller Voraussicht nach stattfinden. „Die Feuerwehr ist dabei“, sagt Manuela Kratzer vom Förderverein Freiwillige Feuerwehr Liepe, die das Fest mit organisiert hat. Das Feuer sei auch weder in der Nähe des Waldes noch bei einem Wohngebiet.
Amt Britz-Chorin-Oderberg wird kein Osterfeuer absagen
Das Amt Britz-Chorin-Oderberg unterstützt die örtlichen Osterfeuer-Anmelder. „Das Amt Britz-Chorin-Oderberg wird keine der in den amtsangehörigen Gemeinden geplanten Osterfeuer absagen“, sagt die Sachgebietsleiterin Ordnungswesen, Nadine Richert, im Auftrag von Amtsdirektor Jörg Matthes.
Die Veranstalter hätten mit der Genehmigung der Osterfeuer entsprechende Auflagen erhalten, die zu beachten seien, so Richert. Unter anderem müssen die Veranstalter die aktuelle Waldbrandgefahrenstufe vor Beginn der Veranstaltung feststellen und die Feuerstelle durch eine zuverlässige Aufsichtsperson überwachen. Ab Waldbrandgefahrstufe 4 sei das Feuer zudem untersagt. Darüber hinaus würden die meisten Osterfeuer unter Aufsicht der örtlichen Feuerwehr bzw. in unmittelbarer Nähe der jeweiligen Ortswehr durchgeführt.
Amt in Britz rechnet mit Niederschlägen
Das Amt rechnet aber ohnehin mit einer Entspannung der Lage: „Gemäß den Wetterprognosen kann mit Niederschlägen sowie einem Rückgang der Temperaturen am Freitag/Samstag gerechnet werden“, so Richert. Die Kameraden der örtlichen Feuerwehr seien durch die Amtsverwaltung aber nochmal sensibilisiert worden.

Im Barnim sind viele große und kleine Osterfeuer geplant. Hier eine Feuerschale beim Flößerverein in Finowfurt.
Ramona EichstädtAuch aus der Gemeinde Schorfheide sind aktuell keine weiteren Absagen bekannt. „Die Gemeinde hat für die Feuer entsprechende Auflagen, z. B. zu Abstandsflächen gemacht“, sagt der Sprecher der Gemeinde, Ulf Kämpfe. Außerdem seien bei den Osterfeuern die Feuerwehren ja auch direkt vor Ort.
Drei Osterfeuer in Eberswalde angemeldet
In Eberswalde sind drei Osterfeuer angemeldet worden. Diese seien mit dem Hinweis bestätigt worden, „sich zur aktuellen Waldbrandsituation zu informieren und den Forderungen der jeweils aktuell vorherrschenden Waldbrandstufe zu entsprechen“, sagte der Pressesprecher der Stadt, Markus Mirschel.
Im nahezu komplett von Wald umgebenen Eberswalder Ortsteil Spechthausen ist allerdings ohnehin kein Osterfeuer geplant, berichtet Ortsvorsteher Matthias Stiebe. „Es wird eher ein gemütliches Beisammensein“, so Stiebe. Auch die Tornower werden kein Osterfeuer entzünden. Ein Feuer ist hingegen beim SSC Eberswalde in der Clara-Zetkin-Siedlung geplant. Dies sei aber ein eher kleines Feuer, sagt Schatzmeister Uwe Krachundel.
Anmerkung der Redaktion: Ein von uns zitiertes Formular des Ordnungsamtes Eberswalde, demzufolge Lagerfeuer schon bei Waldbrandstufe 1 nicht mehr entfacht werden dürfen, war veraltet. Die Pressestelle hat ihre Hinweise dahingehend korrigiert. Wir bitten, die Falschinformation zu entschuldigen.



