Planung
: Kreis startet mit Carsharing

Die Kreiswerke Barnim starten im Juni Carsharing-Konzept mit 23 E-Autos. Buchung und Bezahlung sollen kinderleicht sein.
Von
Susan Hasse
Eberswalde
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  • E-Autos erobern den Barnim: Eine weitere Ladestation für Elekroautos wurde am Sonnabend am Eberswalder WaldCampus eingeweiht. Der Geschäftsführer der Kreiswerke Barnim Christian Mehnert (Mitte) durfte als erstes an den Stecker.

    E-Autos erobern den Barnim: Eine weitere Ladestation für Elekroautos wurde am Sonnabend am Eberswalder WaldCampus eingeweiht. Der Geschäftsführer der Kreiswerke Barnim Christian Mehnert (Mitte) durfte als erstes an den Stecker.

    Andreas Gora
  • Mehr Wildblumen: Bei den Waldpädagoginnen von der Oberförsterei Eberswalde konnte man Blüh-Pralinen herstellen.

    Mehr Wildblumen: Bei den Waldpädagoginnen von der Oberförsterei Eberswalde konnte man Blüh-Pralinen herstellen.

    susan hasse
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Mit dem Carsharing-Projekt BARshare bringt die kreiseigene Energiegesellschaft eine Autoleihstation  mit Elektroautos an den Start. Insgesamt 23 Elektro-Autos werden ab 1. Juni den Barnimern zur Verfügung stehen. „Es wird ein stationsbasiertes Konzept“, so Christian Mehnert, Geschäftsführer der Kreiswerke Barnim. Das heißt, das Auto muss an die gleiche Station zurück, an der es geholt wurde. Im gesamten Barnim wird es eine ganze Reihe Stationen der E-Autos  geben, so etwa am Paul-Wunderlich-Haus in Eberswalde, an der Kita in Britz und am Kreishaus in Bernau.

Der Preis ist wettbewerbsfähig

Der Preis des neuen mobilen Angebots wird bei 2,90 Euro pro Stunde und weitere 10 Cent pro km liegen. Für einen dreistündigen Ausflug von Eberswalde ins Jagdschloss nach Groß Schönebeck würden demnach gerade mal 13,70 Euro anfallen.  Anders als sonst bei Leihwagen muss zudem der Sprit nicht aufgefüllt werden. Mal abgesehen, dass die E-Autos gar keinen Tank haben, werde die Aufladung an E-Tankstellen im Landkreis  Barnim kostenfrei sein, so Saskia Schartow, Projektleiterin von BARshare. Es fallen demnach keine weiteren Nebenkosten an. Auch die Versicherung ist für die künftigen Nutzer geregelt: Alle Wagen sind vollkaskoversichert. Sollte unglücklicherweise dennoch mal etwas passieren, wird lediglich eine Selbstbeteiligung von 150 Euro fällig. Denkbar einfach und bequem soll auch die Buchung und Bezahlung des Leihwagens sein: Alles wird über eine App abgewickelt. Die Besucher konnten Probefahren, beim Laden zuschauen und sich auch direkt für das Carsharing anmelden. Knapp zwei dutzend Besucher machten davon Gebrauch, meint Saskia Schartow zufrieden. So etwa auch Thomas Kolling aus Eberswalde. Begeistert ließ er sich das Konzept erklären. Er und seine Familie haben zwar ein Auto, aber es gebe immer wieder Situationen in denen ein zweites gebraucht werde. Auch Sabine aus Eberswalde zeigt sich begeistert vom Konzept: „Wenn es funktioniert, ist es eine echte Alternative“. Sie selbst habe kein Auto und sei vom Busfahren genervt.

Erster Testfahrer von BARshare wird die Kreistagsverwaltung sein. Dort stehen die E-Autos den Mitarbeitern demnächst zur Verfügung. Das soll die Organisation von Dienstfahrten erleichtern, da es ein digitales Fahrtenbuch für alle Mitarbeiter geben, erklärt Saskia Schartow.

Der Öffentlichkeit präsentiert wurde BARshare erstmals beim 6. Energietag, der am Sonnabend am WaldCampus stattfand. Neben dem neuen Car-Sharing-Angebot gab es vor allem für Kinder viel zu erleben: So konnten Kinder am Stand der Oberförsterei Eberswalde Blüh-Pralinen herstellen. Mit den Händen wurde aus Erde, Lehm und tausende Wildblumensamen eine Praline gematscht und geformt werden. „Die Pralinen können in der freien Natur oder auf dem Balkon verteilt werden. Mit ein bisschen Wasser entstehen so schnell blühende Landschaften, erklärt Försterin Birgit Großmann.

Wassertropfen unter die Lupe

Das Klimaschutzteam der Stadt war mit einer Upcycling-Werkstatt vor Ort und zeigte wie aus Müll Nützliches entsteht. Der Energiekonzern EWE bastelte Windkraftanlagen im Mini-Format. Beim Biosphärenreservat konnte die Kinder Wassertropfen unter dem Mikroskop betrachten und kleine Solarzellen bauen. Auch für reichlich Kuchen und Gummibärchen war gesorgt, um auch die Akkus der Kinder wieder aufzuladen.