Rettungsdienst Brandenburg: Streit um Kosten – das gilt für Patienten im Barnim

Rettungswagen im Einsatz: Wie hier in Berlin sind auch im Kreis Barnim in Brandenburg Notärzte gefragt, wenn es bei gesundheitlichen Ausnahmesituationen buchstäblich um Leben oder Tod geht.
Monika Skolimowska/dpa- Streit um Rettungsdienstkosten in Brandenburg: Barnims Landrat Daniel Kurth äußert sich.
- Keine Rechnungen für Rettungseinsätze im Barnim trotz Kündigung der Kosten-Vereinbarung durch Krankenkassen.
- Krankenkassen zahlen nur noch Festbeträge, die nicht kostendeckend sind.
- Kurth setzt auf eine tragfähige Lösung ohne Belastung der Bürger.
- Rettungsdienst im Barnim bleibt zuverlässig im Einsatz.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Brandenburgweit macht die Auseinandersetzung zwischen Landkreisen und Krankenkassen um die kostendeckende Finanzierung des Rettungsdienstes Schlagzeilen. In Märkisch-Oderland werden die Bürger nach medizinischen Notfällen inzwischen zur Kasse gebeten.
Auch bei der Rettungsdienst Barnim GmbH, einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft des Kreises Barnim, wächst die Befürchtung, dass sich Patienten nicht mehr trauen könnten, bei lebensbedrohenden gesundheitlichen Problemen um Hilfe zu bitten, weil sie nicht wissen, welche finanzielle Konsequenzen der Einsatz von Ärzten und Sanitätern für sie hätte.
Das sagt Barnims Landrat zum Streit mit den Krankenkassen
„Der Landkreis Barnim befindet sich weiterhin in intensiven Gesprächen mit dem Land und geht auf die Krankenkassen mit dem Ziel zu, zeitnah eine langfristig für alle Beteiligten tragfähige Lösung herbeizuführen“, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Landratsamt in Eberswalde. Es sei wichtig, darauf hinzuweisen, dass die Kreisverwaltung Barnim derzeit keine Rechnungen für Rettungseinsätze an die Bürgerinnen und Bürger verschicke.
Hintergrund sei die Kündigung der bisherigen Vereinbarung zur Kosten-Leistungs-Rechnung durch die Krankenkassen im Jahr 2023. Diese habe als Grundlage zur Ermittlung der Gebühren für den Rettungsdienst gedient, die von den Trägern des Rettungsdienstes den Kassen in Rechnung gestellt worden seien. „Die Krankenkassen haben auch dem Landkreis Barnim angekündigt, die Kosten nur noch auf Basis von Festbeträgen zu zahlen. Diese reichen jedoch nicht aus, um die tatsächlichen Aufwendungen zu decken. In einigen Landkreisen führt dies dazu, dass Patientinnen und Patienten aktuell Rechnungen erhalten, wonach sie die Differenzkosten tragen müssen. Im Landkreis Barnim ist dies zunächst noch nicht vorgesehen“, hebt die Kreisverwaltung hervor.
Rettungsdienst im Barnim: Keiner soll hohe Kosten befürchten
„Der Landkreis Barnim setzt alles daran, eine für alle Beteiligten tragfähige Lösung zu finden. Die Auseinandersetzung mit den Krankenkassen darf keinesfalls zu Lasten der Bürgerinnen und Bürgern geführt werden“, sagt Barnims Landrat Daniel Kurth.
Es könne nicht sein, dass Menschen in akuten Notlagen aus Angst vor hohen Kosten zögern würden, den Notruf zu wählen. „Wir werden zunächst keine Rechnungen verschicken. Zugleich bedauern wir sehr, dass die aktuelle Diskussion zur Verunsicherung führt. Fakt ist: Der Rettungsdienst im Landkreis Barnim ist personell und materiell sehr gut aufgestellt. Wer im Barnim die 112 wählt, kann sich darauf verlassen, dass sie oder er zügig Hilfe erhält. Der Streit mit den Krankenkassen steht auf einem anderen Blatt Papier“, erklärt der Landrat.



