Wohnungsgesellschaften und private Vermieter beteiligen sich an Hilfsangeboten für ukrainische Familien auf der Flucht. Auch in Eberswalde gibt es bereits Unterstützung. So hat der Verein „Haus und Grund“ Eberswalde der Stadt fünf Wohnungen angeboten, darunter eine 115 Quadratmeter große, voll möblierte Wohnung, die sofort bezogen werden kann, informiert Vorsitzender Wolfram Hey.
Und selbstverständlich laufen ebenso in der städtischen Wohnungsgesellschaft WHG Vorbereitungen zur Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Kriegs- und Krisengebiet, wie Prokuristin Doreen Boden mitteilt. Die WHG werde in enger Abstimmung mit der Stadt und dem Landkreis freie Kapazitäten für die Unterbringung in Eberswalde koordinieren. In einem ersten Schritt konzentriere sich das Unternehmen auf Sofortmaßnahmen, nämlich auf die Bereitstellung möblierter Wohnraumreserven, die bei der WHG für Notfälle und Havarien stets vorgehalten werden. Dazu würden auch die Gästewohnungen zählen.

WHG seit 2015 in der Flüchtlingsarbeit aktiv

„Unser enges Netzwerk mit den Kollegen der mobilen Flüchtlingsbetreuung des Landkreises und dem Sozialdezernat nutzen wir, um auch jetzt wieder aktiv und unbürokratisch zu helfen“, so Boden. Bereits seit 2015 sei die WHG „ein verlässlicher Partner des Landkreises Barnim in der Unterbringung geflüchteter Menschen“.
Ein Team aus erfahrenen Mitarbeitern werde sich jetzt um die Aufnahme vor dem Krieg fliehender Menschen aus der Ukraine kümmern. Sowie um alle Themen im Kontext der Unterbringung. „Unsere Solidarität und Hilfsbereitschaft gehören den Menschen in der Ukraine“, so die Prokuristin. „Wir alle stehen vor einem für unsere Generation unvorstellbaren Leid: Krieg in Europa. Mit Tod, Gewalt, Zerstörung, Vertreibung. Flucht.“ Die wichtigste gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei es jetzt, für alle Menschen, die Frauen, die Kinder, die ankommen, „die alles zurückgelassen haben, Familien, die zerrissen sind, weil die Männer im Krieg kämpfen müssen, für ihre Sicherheit und für sie Sorge zu tragen“. Und ihnen einen geschützten Raum zum Leben und Wohnen „inmitten unserer Gemeinschaft und in sicherer Nachbarschaft“ zu geben.
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