Russland-Ukraine-Krieg: Warum Demos der Ukraine nicht helfen, aber trotzdem was bringen – ein Kommentar

“Wir sind fassungslos“: Rund 220 Menschen versuchten miteinander, die Situation zu verstehen.Überall in der Republik haben sich am Wochenende die Menschen versammelt.
Markus PettelkauDie halbe Welt scheint gegen den Krieg in der Ukraine zu demonstrieren. Zu Recht! Natürlich interessiert es die Elite in Moskau nicht, natürlich hilft es den Ukrainern nicht direkt weiter. Es ist aber ein Zeichen an unsere politische Führung, nicht nachzulassen und sich weiter nachhaltig gegen das Vorgehen Russlands einzusetzen. Und vor allem haben sie auch eine psychologische Wirkung.
Dieser Krieg ist aus deutscher Sicht anders, als die meisten anderen Kriege in der jüngeren Vergangenheit. Es passiert gerade mal 900 Kilometer vor unserer Grenze. Der Krieg wurde von einem unserer Handelspartner begonnen. Es ist so schnell eskaliert, dass viele Menschen Angst haben, vor dem, was da noch kommen könnte. Vor allem, wenn man bedenkt, wie irrational die Begründung Putins für den Einmarsch ist.
Psychologisch wichtig
Kundgebungen wirken auch intern. Die Teilnehmer merken, dass sie mit ihren Kernforderungen nicht allein sind. Sie sehen, dass viele weitere Menschen auf die Straße gehen. Und sie haben die Möglichkeit, neue Kontakte und Netzwerke zu knüpfen. Das motiviert und bestärkt. Und gerade in Zeiten von Angst ist es gut zu wissen, dass man nicht alleine ist.
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