Schule im Barnim
: Hier werden die meisten Kinder eingeschult

Wenn nach dem Sommer die Schulen im Barnim wieder öffnen, starten wieder die Einschulungen. In diesen Orten gibt es die meisten davon. Das wirkt sich auch auf den Landkreis aus.
Von
Markus Pettelkau
Eberswalde
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Zurück im Unterricht: In Brandenburg hat am 3. Januar nach den Ferien zum Jahreswechsel die Schule wieder begonnen. Im Barnim haben sich seit dem Ausbruch der Pandemie im März 2020 bereits 2020 Kinder im Alter von 5 bis 14 Jahren nachweislich mit dem Coronavirus infiziert.

ARCHIV - 18.09.2018, Berlin: An einer Wand in der Aula einer Grundschule hängt ein Schriftzug "Schule". (zu dpa: ««Corona-Aufholprogramm»: Verbände ziehen kritische Zwischenbilanz») Foto: Fabian Sommer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Schule im Barnim: Mehr als 2000 Kinder sind in den vergangenen Monaten vom Kinder- und Jugendgesundheitsdienst untersucht worden.

Fabian Sommer/dpa
  • Einschulungen im Barnim: 2007 Kinder untersucht, 1850 im regulären Alter, 131 Rücksteller, 26 vorzeitig.
  • Mehrheit der Einschulungen im Süden (Bernau, Ahrensfelde): 75% der Kinder.
  • Rückstellungen steigen: 12,2% im Jahr 2024, Tendenz bundesweit wachsend.
  • Barnim investiert bis 2027 450 Mio. Euro in Schul- und Kitastruktur.
  • Bevölkerung wächst, aber Geburtenrückgang langfristig relevant.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Anfang September beginnt für viele Kinder ein neuer Lebensabschnitt: Sie werden eingeschult. In Brandenburg musste die Anmeldung bis Ende Februar 2025 in der Grundschule erfolgen. Im Zeitraum vom 1. Dezember 2024 bis einschließlich 30. Mai 2025 wurden von drei ärztlichen Teams an den Standorten Bernau und in Eberswalde die erforderlichen Schuleingangsuntersuchungen durchgeführt.

Zum Schuljahr 2025/26 werden alle Kinder schulpflichtig, die bis zum 30. September 2025 das sechste Lebensjahr vollenden – insgesamt sind 2007 Kinder untersucht worden. Davon waren 1850 fristgemäß untersuchte Kinder im regulären Untersuchungsalter. Untersucht wurden auch 131 Rücksteller aus dem letzten Schuljahr und 26 Kinder, bei denen die Eltern eine vorzeitige Einschulung wünschen.

Mehr Kinder im Süden des Barnim

Im Süden des Barnims wird es übrigens weit mehr Einschulungen geben als im Norden. Im Bereich Bernau, Ahrensfelde, Panketal, Wandlitz und Werneuchen wurden mehr als 1500 Kinder. 75 Prozent der ABC-Schützen werden somit hier eingeschult.

Die Schuleingangsuntersuchungen sind aber nicht das einzige Kriterium für Einschulungen. Der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst spricht lediglich Empfehlungen aus, die Entscheidungen aber trifft die Schulleitung auf der Grundlage des Gutachtens. Wenn Eltern einen Antrag stellen, können schulpflichtige Kinder durch die Schulleitung für ein Schuljahr zurückgestellt werden, wenn zu erwarten ist, dass sie nicht mit Erfolg am Unterricht teilnehmen können (§ 51 Absatz 2 Brandenburgisches Schulgesetz). Die Entscheidung erfolgt nach schulärztlicher Untersuchung und nach Beratung durch die Schule.

Die Zahl der Zurückstellungen von der Schule wächst jährlich – und zwar bundesweit. Im Schuljahr 2020/2021 wurden im Barnim 1738 Schuleingangsuntersuchungen durchgeführt, dabei wurde bei 176 Kindern eine Empfehlung zur Rückstellung ausgesprochen (10,1 Prozent). Im Schuljahr 2022/2023 waren es 171 Kinder bei 1984 Untersuchungen, im Jahr 2024 waren es dann allerdings 220 von 1960 Kindern (12,2 Prozent).

Landkreis Barnim – Schülerzahl wächst

Auf Antrag der Eltern können Kinder in Brandenburg auch früher in die Schule kommen. Das geht aber nur, wenn die Eltern in einem begründeten Ausnahmefall einen Antrag dafür stellen. Das passiert allerdings äußerst selten.

Die Zahl der schulfähigen Kinder ist der Vergangenheit von Jahr zu Jahr gewachsen. Der Trend wird wahrscheinlich weiter anhalten. Derzeit setzt der Landkreis Barnim den Schulentwicklungsplan bis 2027 um. Die Schulentwicklung im Landkreis Barnim wird anhand von Prognosen vorangetrieben. Der Landkreis wächst rasant, somit müssen auch mehr Schulplätze geschaffen werden. 450 Millionen Euro – diese Summe wird der Landkreis Barnim bis zum 2027 in den Ausbau der Kindertagesstätten und Schulen stecken. Bis zum Jahr 2029 werden den Prognosen nach knapp 5000 Minderjährige mehr als jetzt den Barnim bereichern.

Die Bevölkerungszahlen steigen vor allem im Speckgürtel Berlins seit Jahren. Bernau hat seine Einwohnerzahl in den vergangenen 20 Jahren fast verdoppelt. Aber zur Wahrheit gehört auch: Der Barnim ist einer der Landkreise in Brandenburg mit dem stärksten Rückgang der Geburtenzahlen. Der Druck durch den Zuzug ist aber momentan noch größer als der Geburtenrückgang.