Solarenergie: Sonnenlicht versorgt Fitnesstempel

Geschäftspartner ganz oben: Andreas Garnatz, Sparkasse, Michael Preißel, mp-tech, Arnd Richter, Fit & Fun, und Lars Vandamme, VanEnergy ( v. l.) freuen sich über die Investition.
Thomas Burckhardt„Es ist schon ein gutes Gefühl, einen kleinen Beitrag gegen den Klimawandel zu leisten“, sagt Arnd Richter, der im Fit & Fun, das seine Dienstleistungen im 23. Jahr anbietet, als Inhaber und Geschäftsführer in der Verantwortung steht. 120 000 Euro hat das Unternehmen für die Anlage ausgegeben, die durch die Sparkasse Barnim über ein Förderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau finanziert wurde und jährlich etwa 90 000 Kilowattstunden Ökostrom produziert. Davon verbraucht der Sport und Gesundheitspark selbst etwa 70 Prozent, Der Strom kommt unter anderem der Fitolino–Kinderspielwelt, der Bowling–Lounge und dem Gesundheitsstudio zugute, die damit jetzt nachhaltig betrieben werden können. Etwa 30 Prozent der gewonnenen Energie werden ins Netz eingespeist. Der Fit & Fun–Frontmann freut sich nicht nur darüber, dass der vom Unternehmen genutzte Strom sauber ist. „Wir wirken gleichzeitig ökonomisch den steigenden Energiekosten entgegen“, betont er. Im Eingangsbereich des Sport– und Gesundheitsparks ist ein Bildschirm befestigt, auf dem die Besucher die momentane Leistung, den Tagesertrag, das Gesamtergebnis und die eingesparte Kohlendioxid–Menge ablesen können. „Dies führt künftigen Generationen vor Augen, wie nachhaltig Solarenergie ist“, findet Arnd Richter, dessen Unternehmen 15 Beschäftigte hat.
Die technische Planung, die Lieferung aller Anlagen–Komponenten hat die mp–tec Projekt GmbH aus Eberswalde übernommen, die nicht von dem 2016 angemeldeten und noch nicht abgeschlossenen Insolvenzverfahren der MP–tec GmbH & Co KG betroffen ist. "Uns gibt es immer noch auf dem Markt. Früher waren wir weltweit tätig. Heute agieren wir 100 Kilometer um Eberswalde herum“, sagt der Geschäftsführer Michael Preißel.
Hochspannung über den Köpfen
In die Montage war auch die VanEnergy GmbH aus Finowfurt eingebunden, deren Geschäftsführer Lars Vandamme die zweiwöchige Arbeit auf dem Dach von Fit & Fun als Herausforderung in Erinnerung behalten wird. „Denn direkt über uns verlief die 110–KV–Leitung, weswegen wir die Module lieber nicht hochkantig getragen haben“, betont er.
Für Arnd Richter ist die erste Investition ins Sonnenlicht ein Anfang. „Es gibt bereits ein Anschlussprojekt, bei dem wir sogar 425 Module aufs Dach bringen wollen. Die Berechnungen laufen gerade“, kündigt er an.
