Sommerfest in Finow
: Stars auf der Bühne – und eine ungewöhnliche Spendenaktion

In Eberswalde ist der Stadtteilverein Finow seinem Ruf, der Party-Veranstalter Nummer 1 zu sein, erneut gerecht geworden. Das war los beim Sommerfest.
Von
Sven Klamann
Eberswalde
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Dem Original nah: Beim Sommerfest im Eberswalder Stadtteil Finow steht auch die Coverband Depeche Road aus Sachsen auf der Bühne, die sich den unsterblichen Hits von Depeche Mode verschrieben hat.

Dem Original nah: Beim Sommerfest im Eberswalder Stadtteil Finow steht auch die Coverband Depeche Road aus Sachsen auf der Bühne, die sich den unsterblichen Hits von Depeche Mode verschrieben hat.

Martin S. Keden

Dem fulminanten Auftakt des diesjährigen Sommerfestes vom Stadtteilverein Finow ist in Eberswalde ein ebenso gelungener zweiter Veranstaltungstag gefolgt.„ Wir sind mehr als zufrieden, aber auch ziemlich kaputt“, sagte Viktor Jede, der Vorsitzende des 70 Mitglieder zählenden Vereins, nach der ausgelassenen Party auf dem Festplatz am Schwanenteich, die wieder der Jahreshöhepunkt gewesen sein dürfte.

Hatte am ersten Abend DJ Anastasia Rose aus Mecklenburg-Vorpommern mit Hits wie „Hallo Ihr Kinder“, „Lucky“ und „Viel Glück“ die Besucher in Finow begeistert, gehörte die Bühne am zweiten Abend der Depeche Mode-Coverband Depeche Road aus Sachsen, die mit den Hits des großen Originals, unter anderem  „Enjoy the Silence“, „A Question of Lust“ oder „People are People“ so vertraut ist, als wären diese für sie geschrieben worden.

Bartagame, Königspython und Gelbbrustara im Streichelzoo

Den Veranstaltern vom Stadtteilverein kam zugute, dass das angekündigte Unwetter mit den Finowern eher gnädig war. Die paar Regenwolken hatten sich schnell verzogen und auch der Sturm hatte sich rasch beruhigt.

Doch nicht nur die beiden Konzerte waren auf dem Festplatz am Schwanenteich bestens besucht. Davon haben vor allem die lokalen Akteure profitiert, die am Nachmittag des zweiten Sommerfesttages zu erleben waren.

Streichelzoo auf Wanderschaft: Die Tierpfleger Matthias Hoff, Marie Kießling und André Prestin (v. l.) vom Eberswalder Zoo haben eine Bartagame, einen Gelbbrustara und einen Königspython nach Finow mitgebracht.

Streichelzoo auf Wanderschaft: Die Tierpfleger Matthias Hoff, Marie Kießling und André Prestin (v. l.) vom Eberswalder Zoo haben eine Bartagame, einen Gelbbrustara und einen Königspython nach Finow mitgebracht.

Sven Klamann
Kampfsport in Finow: Der neue Eberswalder Karate-Verein NoKa Dojo demonstriert auf dem Festplatz wirksame Möglichkeiten der Selbstverteidigung.

Kampfsport in Finow: Der neue Eberswalder Karate-Verein NoKa Dojo demonstriert auf dem Festplatz wirksame Möglichkeiten der Selbstverteidigung.

Sven Klamann

Der Zoo Eberswalde war mit drei Tierpflegern vertreten, die eine Bartagame, einen Königspython und einen Gelbbrustara mitgebracht hatten. „Wir zeigen nur Tiere vor, die es gewohnt sind, aus ihren Terrarien und Volieren herausgenommen zu werden“, sagte Marie Kießling, die mit ihren Kollegen Matthias Hoff und André Prestin nach Finow gekommen war. Der ungewöhnliche Streichelzoo ist bei den Festbesuchern auf geballtes Interesse gestoßen.

Der erst im Dezember 2023 in Eberswalde gegründete Karate-Verein NoKa Dojo, der von Norman Dräger geleitet wird, schon fast 70 Mitglieder zählt und wochentags in Räumlichkeiten an der Angermünder Straße 95 trainiert, nutzte seine Kampfsportvorführung auf dem Festplatz am Schwanenteich nicht nur für Reklame in eigener Sache. „Uns geht es darum, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen beizubringen, sich effektiv zu wehren, ohne den Angreifer schlagen zu müssen“, sagte Norman Dräger.

Beim Sommerfest des Stadtteilvereins Finow gab es auch eine ungewöhnliche Spendenaktion. Wer den Neubau des Gemeinschaftshauses auf dem Festplatz mit einer finanziellen Gabe unterstützte, konnte sich am Stand von Günter Riedel im Gegenzug ein von ihm gemaltes Gemälde aussuchen. „Das Investitionsvorhaben ist phänomenal und verdient jeden einzelnen Cent, der gespendet wird“, hob der Rentner hervor, zu dessen Hobbys neben der Malerei auch die Imkerei gehört.

Bild gegen Spende: Günter Riedel aus Finow unterstützt den Neubau des Gemeinschaftshauses auf dem Festplatz am Schwanenteich mit einer ungewöhnlichen Aktion.

Bild gegen Spende: Günter Riedel aus Finow unterstützt den Neubau des Gemeinschaftshauses auf dem Festplatz am Schwanenteich mit einer ungewöhnlichen Aktion.

Sven Klamann
Nachhall - Das Barnim-Echo der Woche
Freitag um 16.30 Uhr
Was bewegt den Barnim? Was bewegt sich zwischen Bernau und Eberswalde? Im Nachhall des Barnim-Echos greifen wir jeden Freitag die wichtigsten Themen der Woche auf und setzen Akzente für die kommende Woche.