Sperrung RE3 und RB24
: Ausfall zwischen Angermünde, Eberswalde und Bernau

Die Bahn kündigt eine neue Streckensperrung zwischen Angermünde, Eberswalde und Bernau an. Pendler des RE3 und der RB24 müssen in Busse umsteigen.
Von
Antje Schroeder
Eberswalde
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Obwohl als Schienenersatzverkehr für den RE3 ab Eberswalde bis Angermünde ein Doppeldecker-Bus fuhr, passten die Fahrgäste kaum in das Fahrzeug.

Die Fahrgäste des RE3 mussten schon wiederholt mit Bus statt Bahn fahren. Hier ein sehr voller Schienenersatzverkehr-Bus am Bahnhof Eberswalde. (Archivbild)

Antje Schroeder
  • Bahn sperrt Strecke zwischen Angermünde, Eberswalde und Bernau vom 14.11., 20 Uhr bis 22.11., 04:15 Uhr.
  • RE3- und RB24-Fahrgäste müssen auf Schienenersatzverkehr mit Bussen ausweichen.
  • Einschränkungen für Fahrräder, Rollstühle und Kinderwagen in Ersatzbussen.
  • Exakte Fahrzeiten ab 7.11. im Fahrplan abrufbar, Verzögerungen und Umstiege möglich.
  • Frühere Sperrungen verursachten teils doppelte Fahrzeiten und ungünstige Umstiege.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die leidgeprüften Pendlerinnen und Pendler zwischen Angermünde, Eberswalde und Bernau müssen sich auf die nächste Streckensperrung einstellen. Ab Freitag, dem 14.11. um 20 Uhr, fallen die meisten Züge zwischen Angermünde und Bernau aus, wie die Bahn am Mittwoch in ihrem Baustellennewsletter ankündigte. Betroffen sind die Linien RE3 und RB24.

Die Fahrgäste müssen in Busse des Schienenersatzverkehrs (SEV) umsteigen. Viele Pendlerinnen und Pendler dürfte ein unangenehmes déjà-vu-Gefühl überkommen. Schon im Frühjahr 2025 war die Strecke zwischen Bernau und Berlin wegen einer Brückenbaustelle in Berlin-Buch sieben Wochen lang gesperrt, Pendlerinnen und Pendler mussten von Bernau Richtung Berlin die wesentlich langsamere S-Bahn nutzen. Und umgekehrt.

Wobei die Umstiege aufgrund der ungünstigen Taktung oftmals reichlich holprig verliefen. In der ersten Phase war zusätzlich auch noch der Zugverkehr zwischen Eberswalde und Bernau zwei Wochen lang unterbrochen, so dass die Fahrgäste mit Bussen durch die Barnimer Heide zuckeln mussten und sich in vielen Fällen die Fahrzeiten nahezu verdoppelten.

Die neue Sperrung dauert von Freitag, 14.11., 20 Uhr bis zum Samstag, den 22.11. um 04:15 Uhr. Bei der Begründung für die Streckensperrung bleibt sich die Bahn treu: „Weichenerneuerungen und weitere Bauarbeiten“, heißt es lapidar und äußerst knapp auf einer Störungskarte der DB Regio Nordost.

Bus statt RE3 und RB24: Das kommt auf Pendler zu

Konkret müssen Fahrgäste des RE3 die in verschiedenen Teilabschnitten fahrenden Busse zwischen Pasewalk/Schwedt (Oder) und Berlin Gesundbrunnen nutzen. Wer normalerweise auf den RB24 angewiesen ist, kann mit dem Bus ab Eberswalde bis Biesenthal fahren und dort wieder in die Bahn steigen. Pendlerinnen und Pendler aus Chorin und Britz müssen dazu allerdings erst noch den Schienenersatzverkehrs-Bus des RE3 nutzen, um nach Eberswalde zu fahren und dort in den SEV-Bus der RB24 Richtung Biesenthal umzusteigen.

Wer am 21.11. spätabends nach Stralsund oder Pasewalk muss, sollte sich auf weitere Komplikationen und längere Fahrzeiten einstellen. Hier fahren Busse, teilweise müssen die Reisenden nach Stralsund wegen fehlender Anschlüsse über Prenzlau fahren.

Im Fahrplan sind die Zeiten ab Freitag abrufbar

Die genauen Zeiten lassen sich allerdings erst ab dem 7. November im Fahrplan einsehen. Weitere Überraschungen nicht ausgeschlossen. „Bitte beachten Sie die vom Zugverkehr abweichenden (früheren/späteren) Fahrzeiten des Ersatzverkehrs“, heißt es bei der Störungskarte der DB Regio Nordost.

Auch liegen die Haltestellen des Ersatzverkehrs nicht immer direkt an den jeweiligen Bahnhöfen. Heftig wird es insbesondere für Rollstuhlfahrerinnen, Eltern mit Kinderwagen und Pendler mit Fahrrädern. „In den Bussen des Ersatzverkehrs ist die Beförderung von Fahrrädern, Rollstühlen und Kinderwagen nur eingeschränkt möglich“, heißt es bei der Bahn. Fahrräder hätten zudem Nachrang.

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