Sportstätte
: Neue Turnhalle in Groß Schönebeck eingeweiht

Pünktlich zum Schulbeginn ist die neue Turnhalle in Groß Schönebeck fertig geworden.
Von
Michael Heider
Schorfheide
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  • Der schlicht gehaltene Neubau soll dem Sport in Groß Schönebeck verbesserte Bedingungen ermöglichen.

    Der schlicht gehaltene Neubau soll dem Sport in Groß Schönebeck verbesserte Bedingungen ermöglichen.

    Michael Heider
  • Ortsvorsteher Andreas Zeidler (rechts) und Amtsvorgänger Hans-Joachim Buhrs mit Fotografien der Bauentwicklung.

    Ortsvorsteher Andreas Zeidler (rechts) und Amtsvorgänger Hans-Joachim Buhrs mit Fotografien der Bauentwicklung.

    Michael Heider
  • Gemeinsame Ansage: Vertreter der Gemeinde, des Landkreises Barnim, der für den Bau verantwortlichen Betriebe, des Ortsbeirates sowie der Kleinen Grundschule Groß Schönebeck halten anlässlich der Einweihung der neuen Turnhalle ein Plakat in die Höhe.

    Gemeinsame Ansage: Vertreter der Gemeinde, des Landkreises Barnim, der für den Bau verantwortlichen Betriebe, des Ortsbeirates sowie der Kleinen Grundschule Groß Schönebeck halten anlässlich der Einweihung der neuen Turnhalle ein Plakat in die Höhe.

    Michael Heider
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Planmäßig, noch vor Beginn des Schuljahres, ist sie fertig geworden: Die neue Turnhalle an der Kleinen Grundschule Groß Schönebeck. Am Dienstag wurde sie von Vertretern der Gemeinde, des Landkreises, der Bautriebe, des Ortsbeirates und der Schule übergeben. „Das derzeit größte Projekt in der Gemeinde“, wie Schorfheides Bürgermeister Wilhelm Westerkamp bei seiner Ansprache herausstellte.

Kosten von 2,45 Millionen Euro

Insgesamt waren 35 Firmen an den Arbeiten beteiligt. Nachdem im März 2019 die alte Halle auf dem Gelände hinter der Schule an der Berliner Straße abgerissen wurde, fand die Grundsteinlegung bereits einen Monat später statt. Möglich machte den mit 465 Quadratmetern Hallenfläche fast doppelt so großen Neubau eine Sonderzahlung des Landkreises Barnim für den ländlichen Raum in Höhe von zwei Millionen Euro. Weitere 450 000 Euro brachte die Gemeinde selbst auf. Ehe der Bewilligungsbescheid im Juni 2018 vorlag, musste um die Fördermittel zwar gerungen werden, erinnert sich Bürgermeister Westerkamp, innerhalb der Gemeinde sowie der Gemeindevertretung sei jedoch zügig klar gewesen, wohin das Geld fließen solle.

Da Groß Schönebeck sich immer stärker als Entwicklungsschwerpunkt in der Gemeinde Schorfheide etablierte, entsprach die noch aus den 1970er-Jahren stammende Vorgängerhalle nämlich längst nicht mehr den nötigen Anforderungen. Dies betonte auch Ortsvorsteher Andreas Zeidler, der als Grundschüler einst selbst in der alten Halle Sportunterricht hatte. „Damals, als ich klein war, kam mir die alte Halle riesengroß vor“, sagt er. „Sie hatte diesen 60er-, 70er-Jahre-Charme, aber sobald man die sanitären Einrichtungen benutzen musste, war das mit der Begeisterung vorbei.“

In der neuen Sportstätte, die auf einer Gesamtfläche von 975 Quadratmetern über vier Umkleideräume, zwei Toiletten- und Sanitärräume, zwei Lehrerräume mit Sanitärzellen sowie einen 70 Quadratmeter großen Gemeinschaftsraum verfügt, sieht Zeidler daher als enorme Bereicherung für den Ort. „Wenn sich auch in Zukunft junge Familien in Groß Schönebeck ansiedeln wollen“, sagt er, „dann sind wir mit dieser Halle gut gewappnet.“

Für das Ziel, die Bedingungen für den Schul- und Vereinsport zu verbessern, soll der Sportkomplex am Walter-Krumbach-Weg im Außenbereich noch um eine Laufanlage mit drei 60 Meter-Bahnen und eine Weitsprunganlage erweitert werden. Diese soll 2021 umgesetzt werden.

Mit Blick auf die neue Turnhalle jedenfalls, so der anwesende Vertreter des Landkreises, Wilhelm Benfer, könne von einer vorbildhaften Art und Weise der Projektumsetzung gesprochen werden.

Vorfreude unter den Schülern

„Das ist kein Luxusbau, aber ein sehr funktionaler, der vielen Jugendlichen eine gute Heimstätte bieten wird, um das zu tun, was sie begeistert: nämlich unter anderem Sport“, befand der Leiter des Amts für nachhaltige Entwicklung, Bau, Kataster und Vermessung. „Wenn der Rest so zügig und gespielt geht, wie der Anfang, dann bin ich ganz optimistisch, dass wir das pünktlich umsetzen.“

Auch Architekt Thomas Steier  kam im Rahmen der Übergabe zu Wort und gab einen lyrischen Einblick in die zurückliegende Konzeption und Umsetzung. „Die Planung startete konzentriert entschlossen, Luftschlösser wurden ausgeschlossen“, reimte er in einem eigens ausgearbeiteten Gedicht, das mit den Worten schloss: „Zufrieden jauchzen Groß und Klein: Hier treibt man Sport, hier muss es sein.“

Ganz daneben dürfte er damit nicht liegen. Denn, so berichtet es die Leiterin der Kleinen Grundschule Groß Schönebeck, Petra Stohr, die Schüler seien traurig gewesen, dass sie die alte Turnhalle nicht mehr nutzen konnten. Mit entsprechender Vorfreude blickten sie daher auf die neue.

Neue Sportstätte für Groß Schönebeck

Die neue Turnhalle in Groß Schönebeck ist mit 465 Quadratmeter Hallenfläche knapp doppelt so groß wie ihr Vorgängerbau aus den 1970er Jahren. Das Gebäude, inklusive Umkleiden und Sanitäranlagen, erstreckt sich über 975 Quadratmeter. Nachdem im März 2019 die alte Halle abgerissen wurde, konnte mit dem Neubau am 1. April 2019 begonnen werden. Beteiligt waren 35 Firmen. Hauptauftragnehmer für den Rohbau war die Templiner Hausbau GmbH. Die Planungsarbeiten lagen in den Händen der Firma Finow Plan GmbH. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 2,45 Millionen Euro, davon wurden 80 000 Euro für Sportgeräte und Möbel aufgewendet.⇥hem