Noch bin ich absolut tiefenentspannt", sagt René Hoffmann, der Vorsitzende der Partner für Gesundheit, die den Stadtlauf veranstalten. Die Vorbereitungen für das die Massen bewegende Sportfest, bei dem im vorigen Jahr mit 2208 Startern ein neuer Teilnehmerrekord erzielt werden konnte, sind nahezu abgeschlossen. Auch diesmal werden wieder 150 ehrenamtliche Helfer für einen reibungslosen Ablauf sorgen.
Bei der 13. Ausgabe des Stadtlaufes ist mit Henry Wanyoike der schnellste blinde Marathon- und Langstreckenläufer der Welt dabei, der 2000 bei den Paralympics in Sydney Gold über 5000 Meter geholt hat. In Eberswalde rennt der Ausdauersportler aus Kenia, der mehrfacher Weltmeister ist, mit seinem Betreuer die 6,5-Kilometer-Strecke mit. "Der Kontakt ist über eine in Eberswalde wohnende Fachkraft der Augenheilkunde zustandegekommen, die mit Henry befreundet ist", verrät René Hoffmann, der sich auf den hohen Besuch freut. Henry Wanyoike fliege auf Einladung der Christoffel Blindenmission kurz vorher ohnehin nach Berlin, wo ein Film über ihn gedreht werden soll, und habe große Lust auf den Abstecher nach Eberswalde.
Wiederholungstäterin schwärmt
Bei den Frauen dürfte Steffi Steinberg die prominenteste Starterin sein. Die gebürtige Eberswalderin, die seit 2005 in Bad Honnef, Nordrhein-Westfalen, lebt und 2017 den Ultraman Hawaii gewonnen hat, ist Wiederholungstäterin: Im vorigen Jahr hatte sie zum ersten Mal am Stadtlauf teilgenommen. "Die Startgelder werden für gemeinnützige Zwecke verwendet. Das Gemeinschaftsgefühl ist unglaublich. Und der eigenen Gesundheit dient die Bewegung auch noch", hatte Steffi Steinberg bereits bei ihrer Stadtlauf-Premiere geschwärmt. Auch sie läuft 6,5 Kilometer.
Besondere Aufmerksamkeit widmen die Partner für Gesundheit dem Weltrekordversuch im Jonglieren, der ab 11 Uhr im Sportzentrum Westend steigt. Der Jonglier-Papst Stephan Ehlers aus Minden, Nordrhein-Westfalen, wird möglichst vielen absoluten Anfängern innerhalb von nur 20 Minuten beibringen, gleichzeitig drei Bälle in der Luft zu halten. "Wir haben unser Ziel erreicht, wenn mindestens 163 Leute das Jonglieren beherrschen lernen", betont der Vorsitzende der Partner für Gesundheit. Dann wäre der Weltrekord überboten, den Stephan Ehlers im September 2017 in seiner Heimatstadt aufgestellt hatte. Damals waren 162 Frauen, Männer und Kinder erfolgreich gewesen. Beim Tag des Sportabzeichens Anfang Juni dieses Jahres im Fritz-Lesch-Stadion hatten am Ende 92 Jonglier-Anfänger die Hürde gemeistert – der Weltrekordversuch war gescheitert.
Jeweils drei Bälle als Geschenk
"Aller guten Dinge sind diesmal zwei", gibt René Hoffmann als Devise aus und wünscht sich mindestens 700 Freiwillige, die am Sonntag im Sportzentrum ihr Bestes geben. Die drei Bälle darf jeder Antretende ohnehin behalten. "Und wenn alles klappt, ist es doch die größte Belohnung, als Weltrekord-Halter anerkannt zu werden", findet der Vorsitzende der Partner für Gesundheit.
Start und Ziel für den Stadtlauf sind wieder auf der Heegermühler Straße vor dem Sportzentrum Westend eingerichtet. Dort legen um 9.30 Uhr die Staffelläufer los. Erstmals gibt es einen Bambinilauf, bei dem Kinder bis fünf Jahre 500 Meter unterwegs sind. Der größere Nachwuchs tritt beim Kinderlauf über zwei Kilometer an. Zudem werden die Schnellsten um Schnupper-, Handicap-, Schulklassen-, Einzel- und Teamlauf sowie beim Nordic Walking ermittelt. Am Mittwoch ist bei fast allen Kategorien Anmeldeschluss. Nur Einzelläufer können sich auch noch am Sonntag kurz vor dem Stadtlauf spontan in die Startlisten eintragen lassen.
Anmeldung im Internet unter www.eberswalder-stadtlauf.de