Streik im ÖPNV im Barnim: Womit Pendler rechnen müssen

Streik im Nahverkehr: Auch bei der Barnimer Busgesellschaft ist mit Einschränkungen zu rechnen. Wie massiv diese ausfallen, ist noch unklar. Hier ist der Busverkehr am Bahnhofsvorplatz in Bernau zu sehen
Sergej Scheibe (Archiv)- Ver.di ruft am 2. Februar zum ganztägigen Streik im Barnimer ÖPNV auf.
- Barnimer Busgesellschaft erwartet „Stillstand im ÖPNV“, vor allem Regionalverkehr.
- Stadtverkehre sollen möglichst aufrechterhalten werden, Ausfälle dennoch möglich.
- Hintergrund: Tarifverhandlungen zum Manteltarifvertrag (Arbeitszeit, Urlaub, Zuschläge).
- Schüler sind nicht betroffen: In Brandenburg sind vom 2. bis 7. Februar Winterferien.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Als wenn es die Pendler in Eberswalde und Umgebung wegen der witterungsbedingten Verspätungen und Ausfälle im öffentlichen Personennahverkehr gerade nicht schon schwer genug hätten, wird jetzt auch noch die Barnimer Busgesellschaft bestreikt, die im Barnim und im Altkreis Freienwalde den Busverkehr absichert. Kai Wulfes, der Pressesprecher des Unternehmens, stellt als Folge des Streikaufrufs von ver.di einen „Stillstand im ÖPNV“ an.
„Die Gewerkschaft hat ihre Mitglieder für den 2. Februar zu einem ganztägigen Streik aufgerufen. Daher kann es im Liniennetz der Barnimer Busgesellschaft, insbesondere im Regionalverkehr, zu Ausfällen kommen. Damit die Auswirkungen für die Fahrgäste so gering wie möglich sind, versucht die BBG, zumindest die Stadtverkehre aufrechtzuerhalten“, informiert Kai Wulfes weiter.
So begründet Verdi ihren Aufruf zum Streik im ÖPNV
Der angekündigte Streik stehe im Zusammenhang mit den laufenden Tarifverhandlungen zwischen ver.di und dem kommunalen Arbeitgeberverband, teilt der Sprecher der Barnimer Busgesellschaft mit. Die erste Verhandlungsrunde für Brandenburg habe am 19. Januar stattgefunden, die nächste sei für den 3. Februar geplant. „Dabei wird nicht das regelmäßige Gehalt verhandelt, sondern der Manteltarifvertrag. In ihm wird nicht die Lohnhöhe geregelt, sondern Rahmenbedingungen wie Arbeitszeit, Urlaub, Kündigungsfristen oder Zuschläge“, teilt Kai Wulfes mit.
Von der Gewerkschaft heißt es, dass die Beschäftigten im ÖPNV durch extrem ungünstige Arbeitszeiten, Schichtarbeit und ständigem Zeitdruck hohen Belastungen ausgesetzt seien. Es würden dringend Verbesserungen benötigt, um die hohe Fluktuation zu stoppen und wieder verlässliche Fachkräfte zu finden.
Wenigstens sind die Schüler vom ganztägigen Streik nicht betroffen. In Brandenburg gibt es vom 2. bis zum 7. Februar Winterferien.

