Am Mittwochabend (1. September) wurde der Polizei aus einer Asylunterkunft gemeldet, dass dort ein Mann mit einer stark blutenden Wunde entdeckt worden sei. Nach ersten Ermittlungen geht die Polizei nicht davon aus,  dass Dritte den Mann angegriffen hatten. Der 30 Jahre alte Eritreer befand sich danach in einer psychischen Ausnahmesituation und wollte sich auch von Rettungskräften nicht helfen lassen. Vielmehr flüchtete er bei deren Eintreffen aus der Unterkunft und verschwand in einem nahegelegenen Waldstück.

Suchaktion am wird fortgesetzt

Da von einer erheblichen Verletzung des Mannes auszugehen ist, leitete die Polizei umgehend Suchmaßnahmen ein. Doch auch der Einsatz eines Fährtenhundes sowie eines Polizeihubschraubers führten in der Nacht nicht weiter. Die Suche wurde am Donnerstag und Freitag (2. und 3. September) fortgesetzt. Am Donnerstagmorgen gegen 5.45 Uhr gab es einen ersten Hinweis. Ein Anrufer teilte der Polizei mit, dass er nahe der A11 einen stark verdreckten Mann mit freiem Oberkörper aus Richtung der Autobahn in Richtung Margaretenhof habe laufen sehen. Jedoch verlor sich die Spur des Mannes auch hier, wenngleich die Polizei neben mehreren Streifenwagen auch einen Polizeihubschrauber aus Berlin, eine Drohne, einen Fährtenhund und Bereitschaftspolizeieinheiten bei der Suche nach ihm einsetzte. Auch am Freitag blieb die Suche nach dem Vermissten erfolglos. Die Maßnahmen werden fortgesetzt, heißt es im Polizeibericht vom 3. September.

Polizei bittet Bevölkerung um Mithilfe

Aufgrund der ausgeschöpften polizeilichen Möglichkeiten bei der Suche nach dem Vermissten wendet sich die Polizei nun an die Öffentlichkeit und bittet um Mithilfe. Der Vermisste Elyas H. ist ein 30 Jahre alter Eritreer und wird wie folgt beschrieben: schlank, 1,70-1,80 Meter groß, dunkle Haut, schwarze, lockige Haare, Oberkörper frei, lange Hose, barfuß.
Wer kennt den Vermissten und kann Hinweise zu seinem Aufenthaltsort geben? Wann und wo wurde der Vermisste zuletzt gesehen? Das sind die Fragen, welche die Polizei nun an die Öffentlichkeit richtet. Wer Hinweise hat, wende sich bitte an die Polizeiinspektion Barnim unter: 03338 361 0 oder wähle die 110!
Hinweis der Redaktion: In einer ersten Version des Artikels hatte es geheißen, dass davon ausgegangen wird, dass Dritte den Vermissten angegriffen hatten. Das ist falsch. Hinweise darauf gibt es laut Polizei derzeit nicht.