Karin Nicodem, die Leiterin des Hundeplatzes Bellodrom am Finower Flugplatz, freut sich, wenn es allen Freude bereitet und viel gelacht wird. Seit mehr als zwei Jahrzehnten organisiert die engagierte Hundefreundin, die außerdem ein Tierheim in Werbellin unterhält, die originelle Veranstaltung, die Hund und Halter immer wieder vor kleine und große Herausforderungen stellt. Freilich steht der Spaß für Mensch und Tier im Vordergrund, dennoch bietet der Wettkampf oft auch lehrreiche Erkenntnisse über das Verhalten des Hundes und das Vertrauensverhältnis zu seinem Besitzer. Zudem werden Anregungen für die Beschäftigung mit den Vierbeinern gegeben. Und nicht zuletzt können die Halter Erfahrungen austauschen und trainieren, wie mit der Aufregung unter Erwartungsdruck umgegangen werden kann.
Leicht- und Schwergewichte
So erschien es für die achtjährige Hündin Emely zunächst ein wenig ungewöhnlich, in einer wackeligen Schubkarre Platz zu nehmen und sich von ihrem "Frauchen" Eva Klohs schieben zu lassen. Nach kurzer Fahrt begann es dem Tier allerdings zu gefallen.
Nicht alle Aufgaben gestalteten sich für alle Teilnehmer gleich schwer. Natürlich war es für den kleinsten Hund Qasimir, einen gerade einmal 1700 Gramm schweren Bolonka Swetna, leichter durch einen Ring zu steigen als für einen von Helgret Trinks Leonbergern mit mehr als einem Zentner Körpergewicht und langem, flauschigen Fell. Sichtlich Spaß hatten auch Havaneser-Hündin Marta und ihre 15-jährige Halterin Mia Wolff aus Eberswalde.
An insgesamt zehn Stationen galt es für die Duos unterschiedliche Aufgaben zu bewältigen. Zehn Punkte gab es für die perfekte Erledigung, maximal waren also 100 Punkte möglich. Zum Abschluss erwartete die 16 gemeldeten Teams noch eine Bonusaufgabe, bei der die Halter im Rahmen einer Blindverkostung verschiedene Speisen erraten mussten. Zur Auswahl standen Erbsensuppe, Mais, Mayonaise und Marmelade. Das scheinbar Einfache erwies sich für manchen als recht knifflig. Am Ende wurden alle Aufgaben gut gelöst. "Trainierbar ist das nicht", verriet Karin Nicodem, weil sich die Herausforderungen in jedem Jahr ändern. Den Sieg holten sich schließlich Gaby und Helene Greulich mit ihrer zweijährigen Vizsla-Hündin Héla.
Der Erlös aus Spenden und Einnahmen des Tages betrug zum Schluss knapp 200 Euro. "Wir brauchen das Geld unter anderem dringend für den Rüden Jaron, der erst kürzlich im Tierheim Werbellin aufgenommen wurde und der einiger teils kostspieliger Operationen bedarf.