Eulen sind nachtaktiv. Kein Wunder also, dass die Nachtschicht der Eberswalder Berufsfeuerwehr ausrücken musste, um einen in Not geratenen Vogel dieser Art zu helfen. Die für die Kreise Barnim, Uckermark und Oberhavel zuständige Regionalleitstelle in Eberswalde hatte die Brandschützer am 27. Juni gegen 1.30 Uhr in die Spur geschickt.
Vorbeifahrende hatten am Rand der Eberswalder Straße in der Barnimer Kreisstadt eine Eule hocken sehen, die geschwächt wirkte. Ihnen war die typische Gestalt des Vogels aufgefallen. Als auf die nächtliche Jagd spezialisierte Vögel haben Eulen einen gedrungenen Körper und einen auffällig großen und runden Kopf. Ihr Schnabel ist stark gekrümmt und scharfkantig.

Vogel lässt sich mühelos einfangen

Die Brandschützer der Berufsfeuerwehr in Eberswalde fanden etwa auf Höhe des Restaurants „Athos“ in der Tat eine Eule vor, die nahezu regungslos am Fahrbahnrand hockte. „Das Tier ließ sich von uns auch mühelos einfangen“, sagt Einsatzleiter Felix Schwendike. Doch dann sei es plötzlich munter gewesen und habe versucht, seine Flügel auszubreiten.
Die Brandschützer haben den Vogel zum nahegelegenen Wald gebracht und dort freigelassen. Die Eule ist sofort davon geflogen, ohne noch Anzeichen von Schwäche zu zeigen. Es waren auch keine äußeren Verletzungen zu erkennen.
„Warum das Tier regungslos am Fahrbahnrand gesessen hat, werden wir nie erfahren“, sagt Felix Schwendike von der Berufsfeuerwehr.