Übergriff in Eberswalde
: Mann soll Kind (8) sexuell missbraucht haben

Update 7. November, 9:40 Uhr: In Eberswalde fahndet die Kriminalpolizei weiter nach einem Mann, der einen acht Jahre alten Jungen sexuell missbraucht und eingesperrt haben soll. Das ist der Stand der Ermittlungen.
Von
Sven Klamann
Eberswalde
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Ermittlung in Eberswalde: Die Kriminalpolizei geht Vorwürfen gegen einen Unbekannten nach, dem schwere Straftaten zur Last gelegt werden.

Friso Gentsch/dpa (Symbolbild)

Die Kriminalpolizei der Inspektion Barnim ermittelt seit dem 5. November zu einem mutmaßlichen Sexualdelikt, das in Eberswalde begangen wurde. „Nach bisherigen Erkenntnissen wollte ein acht Jahre alter Junge gegen 14:40 Uhr eine mobile Toilettenkabine in der Breiten Straße nutzen und klopfte, da offensichtlich besetzt, an deren Tür“, teilt die Pressestelle der Polizeidirektion Ost mit Sitz in Frankfurt (Oder) mit.

Die Tür habe sich geöffnet und der Junge sei von einem noch Unbekannten in das Innere gezogen worden. Dort soll ihn dieser Mann dann im Genitalbereich berührt haben, heißt es bei der Polizei weiter.

Tatort des mutmaßlichen sexuellen Missbrauches: Diese Trockentoilette steht in der Nähe der Stadtschleuse an der Ecke Breite Straße/Bollwerkstraße in Eberswalde.

Sven Klamann

Der Junge habe um Hilfe gerufen, woraufhin sein Freund, mit dem er unterwegs gewesen sei, sich an Zeugen gewandt habe. Diese hätten umgehend die Polizei gerufen.

Mutmaßlicher Täter wirft Roller ins Wasser

In der Zwischenzeit konnte sich das Kind aus der Toilette befreien. Ihm folgte ein Mann, der den Roller des Jungen ergriff und in einen nahe gelegenen Finowkanal warf. Anschließend verschwand der mutmaßliche Täter und konnte auch mit den sofort anlaufenden Fahndungsmaßnahmen nicht mehr gegriffen werden.

„Was genau sich abspielte und um wen es sich bei dem Gesuchten handelte, wird nun von den Ermittlern geprüft. Der bislang im Raum stehende Vorwurf lautet auf sexuellen Missbrauch von Minderjährigen in Verbindung mit Freiheitsberaubung“, informiert die Pressestelle der Polizeidirektion Ost.

Mit Stand vom 7. November, 9:40 Uhr, gibt es laut Polizeisprecher Stefan Möhwald noch keine neuen Erkenntnisse zum Sachverhalt. „Die Polizei geht sehr behutsam mit Kindern um, die von einer möglichen Straftat betroffen sind. Das heißt, dass die Kriminalisten eine Vertrauensbasis herstellen müssen und die Befragungen dann auch kindgerecht zu erfolgen haben“, sagt der Sprecher. Die Polizei sei dran.