Umfrage: Das wünschen sich Eberswalder für das Jahr 2021

Antje Fehrmann-Böttcher (51) und Luna Florentine Böttcher (9): Wir wünschen uns für das kommende Jahr, dass wir alle Corona so schnell wie möglich in den Griff kriegen und dass wir nächstes Jahr wieder mit den Omas und Opas wieder zusammen sein und auch feiern können. Wir wünschen uns alles, was wegen Corona jetzt nicht geht!
Ellen Werner
Sascha Leeske (43), Organisationschef Filmfest Provinziale: Ganz privat erstmal hoffe ich, dass es bald möglich ist, dass wir alle wieder zusammenkommen können – ohne Ängste, ohne Vorbehalte. Was über das Private hinausgeht, hoffe ich, dass wir vieles Altbekannte und Bewährte wieder zurückbekommen. Ich würde gern wieder Filme zeigen und das Festival soll wieder stattfinden.
MOZ/Thomas Burckhardt
Amelie Pelikan (l., 16), Fridays for Future Eberswalde: Ich wünsche mir für 2021, dass Politiker mehr Entscheidungen für eine klimagerechte Zukunft treffen und auch mehr konkretes Handeln, damit wir Schülerinnen und Schüler Hoffnung auf eine Zukunft haben können, die lebenswert ist. Ganz privat wünsche ich mir, dass wir die Coronakrise bald in den Griff kriegen und man sich auch mal wieder mit Freundinnen treffen und überhaupt mehr Soziales machen kann.
MOZ/Thomas Burckhardt
Hagen Philipp (23): Ich habe einen klassischen Wunsch: Einfach Gesundheit, das ist das Kostbarste. Außerdem wünsche ich mir mehr Freundlichkeit in der Gesellschaft, dass die Leute ein bisschen netter zueinander sind.
Ellen Werner
Bernd Hensch, Zoodirektor, 65: Mir fallen gleich 1000 Wünsche ein. Erst einmal natürlich, dass wir den Zoo wieder öffnen können, sobald das möglich ist. Und dann sind natürlich Frieden und Gesundheit das Wichtigste im Leben. Ich wünsche mir, dass meine Familie, meine Arbeitskollegen und alle, die ich kenne, gesund durch die nächste Zeit kommen. Außerdem wünsche ich mir für die nächste Zeit, dass wir in unserem Land wieder zu den Werten zurückfinden, mit denen wir erzogen worden sind wie Respekt, Fleiß, Zuverlässigkeit, Anstand und Disziplin.
MOZ/Thomas Burckhardt
Dana Kasch, Ladeninhaberin, 48: Dass wir endlich wieder unser normales Leben zurückbekommen, man verreisen, zu Konzerten fahren, sich mit Freunden treffen kann, essen gehen, shoppen – alles, was das Leben so ausmacht. Und natürlich, dass alle gesund bleiben, meine Familie, Freunde, aber auch meine Kundschaft.
Ellen Werner
Wilhelm-Günther Vahrson, Hochschulpräsident, 65: Für das Jahr 2021 habe ich eine ganze Reihe von Wünschen, drei davon sind: dass sich die Corona-Problematik schrittweise erledigt, und dass dann die wirklich großen globalen Herausforderungen wie z.B. der Klimawandel, der Erhalt der Biodiversität oder die Schaffung von menschenwürdigen Lebensbedingungen für alle mit Nachdruck und Erfolg angegangen werden. Dass Populismus, „alternative Fakten“ und Nationalismus immer weniger Raum haben, die Entwicklung in den USA gibt hier wieder Hoffnung, der Brexit eher nicht. Dass die HNEE im Januar eine neue und gute Hochschulleitung findet beziehungsweise wählt, und sich weiter den oben genannten Themen widmet.
Thomas Burckhardt
Vivien Zippel, Inhaberin Tanzsalon Zippel (hier mit ihrem Mann Andreas Gläßer): Herausfordernde und besondere Zeiten wie diese sind auch immer eine Chance. Eine Chance zu erkennen, was wirklich wichtig ist, zum Beispiel Zeit mit der Familie, Zeit mit sich selbst, zum Innehalten, zum sich Bewusstwerden und Wachsen. Möge das kommende Jahr wieder mehr Raum bieten für gegenseitigen Austausch, freundschaftliche Umarmungen, Kunst und Kultur, Tanz und Gesang.
Matthias Wagner
Alberto Jerez, 58, Maler: Ich wünsche mir Frieden in der Welt und mehr Solidarität, keine Armut und mehr Ehrlichkeit. Und ich wünsche mir, nach Kolumbien fliegen zu können. In meiner Heimat war ich seit neun Jahren nicht mehr.
Ellen Werner
Sven Unger, Gründer der Boulderhalle, 49: Grundsätzlich belastet mich die Lockdown-Situation wie jeden anderen auch. Kaum Kontakt zu anderen, kein Einkommen. Aber viel Zeit mit der Familie, was ich als sehr angenehm empfinde. Für 2021 wünsche ich mir eine baldige Entspannung der Situation, damit sich ein wenig Normalität einstellt und die Alltäglichkeiten wieder möglich sind. Als Unternehmer wünsche ich mir natürlich schnellstens die Möglichkeit, unsere Boulderhalle zu öffnen und unseren geliebten Sport wieder ausführen zu können. Wir, das Team der Boulderhalle, freuen uns riesig über die große Anteilnahme und die vielen schönen Worte unserer Fans.
Marco Marschall
Friedhelm Boginski (FDP), 65, Bürgermeister der Stadt Eberswalde: Für das kommende Jahr wünsche ich mir, dass wir alle gesund bleiben und die Pandemie endlich zu Ende geht. Ich möchte gerne Familie, Freunde und Bekannte ohne Einschränkungen treffen und mich mit ihnen austauschen, ohne dass das Coronavirus das bestimmende Thema ist. Wenn man so will, wünsche ich mir für uns alle wieder ein normales Leben. Das heißt mit Kultur, Konzerten, Theater, Guten Morgen Eberswalde wieder im Zentrum der Stadt, erlebbare Ausstellungen und endlich wieder reisen. Eben alles was unser Leben lebenswert macht. Dazu zähle ich auch die politischen Diskussionen und die Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern. 2020 hat uns gezeigt, wie anfällig unsere Systeme sind. Lassen Sie uns alle die Lehren daraus ziehen und Vieles besser machen. Ich freue mich auf das kommende Jahr.
MOZ/Thomas Burckhardt
Elisabeth Bergmann, 28: Wegen der Corona-Lage wünsche ich mir für dieses Jahr einfach, dass die Maßnahmen wieder wegfallen. Ich bin Mama und wünsche mir, dass wieder Familien-Gruppenaktivitäten möglich sind. Wünschen würde ich mir auch, dass jeder mehr an sich selbst arbeitet, an den Dingen, die positiv sind – an der eigenen Gesundheit und dem, was ihn begeistert.
Ellen Werner
Steffi Wienke, Leiterin der Eberswalder Tafel beim Verein Brot und Hoffnung: Auch, wenn es fast ein bisschen platt klingt: Gesundheit! Dass wir das Virus so schnell wie möglich überstehen und für alle wieder ein Stück Normalität zurückbekommen. Ich wünsche mir auch, dass es für die Tafel so gut weiterläuft und wir weiterhin so viel Unterstützung bekommen.
Sven Klamann
Was wünschen sich die Eberswalder für das Jahr 2021. Wir wollten es wissen und haben sie gefragt: Gesundheit steht an erster Stelle der Hitliste. Nach einer bleiernen Zeit sehnen sich viele Eberswalder aber vor allem auch nach einem Stück Normalität, gewohnten Freiheiten und oft einfach Altbewährtem zurück.
Auf unsere Wunschfrage antworteten 13 von ihnen — prominentere am Telefon oder per E–Mail, andere auf der Straße.