Unfall bei Joachimsthal: Erneut verletzt sich Motorradfahrer auf L220 schwer

Seerandstraße am Werbellinsee: Woche für Woche vermeldet die Polizei Motorradunfälle auf der Straße - trotz Geschwindigkeitsbegrenzungen. Einige Anwohner fordern weitere Maßnahmen. Sowohl gegen die Unfallgefahr als auch gegen den Lärm.
Markus PettelkauEs vergeht kaum ein Wochenende, an dem der Rettungsdienst nicht am Werbellinsee im Einsatz ist. Erneut ist ein Motorradfahrer auf der Seerandstraße verunfallt. Am Samstag (17.8.) wurde am Nachmittag gegen 16:15 Uhr ein 19-jähriger Motorradfahrer durch einen anderen Motorradfahrer geschnitten.
Infolgedessen kam der junge Mann von der Fahrbahn ab und stürzte in einen Graben. „Der Geschädigte zog sich dabei mehrere Brüche zu und wurde stationär im Krankenhaus aufgenommen. Die L220 wurde zum Zweck der Unfallaufnahme für kurze Zeit vollgesperrt“ heißt es dazu von der Polizei. Der Unfallverursacher konnte bislang nicht ermittelt werden.
Viele Motorradunfälle in diesem Jahr
Mehrere Motorradunfälle, auch mit Toten, sorgten in der jüngeren Vergangenheit für Betroffenheit und auch Wut bei Anliegern im Landkreis Barnim. Vor allem die L220 (Seerandstraße) am Werbellinsee und die L29/ L291 zwischen Eberswalde und Oderberg gelten als beliebte Strecken – auch für Raser.
Geschwindigkeitsbegrenzungen, Rüttelstreifen, verstärkte Kontrollen – bislang bleiben nachhaltige Ergebnisse aus. Der Landkreis hat vor kurzem einen Blitzer angeschafft, der auch von hinten blitzt – Motorräder haben ihre Nummernschilder hinten.
So sollen Raser besser erkannt und erfasst werden. Im Normalfall werden die Maschinen nur von vorn geblitzt, eine Identifizierung kann kaum vorgenommen werden. Die Rufe nach Streckensperrungen in bestimmten Bereichen werden immer lauter.

