Unfall in Eberswalde
: Greifvogel stirbt an Lok – Feuerwehr kann Tier nicht retten

Ein Greifvogel ist an der Lok eines Zugs in Eberswalde tragisch gestorben. Die Feuerwehr gab ihm einen kleinen Abschied.
Von
Antje Schroeder
Eberswalde
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Mäusebussard: ARCHIV - 06.10.2020, Brandenburg, Schönefeld: Ein Mäusebussard fliegt am Himmel (Symbolbild). (zu dpa: «Bussard verfängt sich nach Kollision unbemerkt an Auto - und überlebt») Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ein Greifvogel wurde von einem Zug erfasst und in Eberswalde aufgefunden. Um welche Art es sich handelte, ist unbekannt. Auf dem Symbolbild ist ein Mäusebussard zu sehen.

Patrick Pleul/dpa

Tragischer Unfall am Containerbahnhof: In der Nacht vom Freitag zum Sonnabend gegen 00:51 Uhr wurde die Berufsfeuerwehr Eberswalde zum Gelände am Kupferhammer nördlich des Finowkanals gerufen. Es handelte sich um eine Tiernotrettung.

Ein Greifvogel war an der Vorderseite der Lok an der Kupplung eingeklemmt. Scheinbar sei er gegen den fahrenden Zug geflogen, sagte Brandoberinspektor Ricardo Speer. Als die Feuerwehr eintraf, lebte der Vogel noch. Er erlag dann aber seinen Verletzungen.

Greifvogel stirbt: Wie es zum Unfall kam, ist noch unbekannt

Um welche Greifvogelart es sich handelte, konnte die Feuerwehr nicht bestimmen. Laut Brandoberinspektor Michael Kühn hatte der Vogel ein braunes Gefieder. Der Zug war ein Personenzug. Wie es zu dem Unfall gekommen war und welche Zuggesellschaft betroffen ist, ist bisher nicht bekannt.

Am Containerbahnhof befindet sich die Betriebswerkstatt der Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft (Odeg). Hier werden auch Züge gewaschen, abgestellt und betankt. Bei der Odeg war aber am Sonntag in der Pressestelle niemand erreichbar.

Die Feuerwehrleute haben das Tier im Wald bestattet

Solche Zusammenstöße seien in der Arbeit der Feuerwehr eher selten, sagte Speer. Fünf Kameraden der Berufsfeuerwehr waren vor Ort. Die Feuerwehrleute haben den toten Vogel anschließend in eine Decke gewickelt und im Wald in einer Mulde bestattet, berichtet Kühn.