Vortrag
: Die Rekonstruktion des Mammuts

Woher wissen wir, wie das Mammut tatsächlich aussah? Das erklärt Hans-Jörg Wilke am 27. Februar in Joachimsthal.
Von
Marco Marschall
Joachimsthal
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Wahrzeichen: Am 27. Februar steht das Mammut im Mittelpunkt. Erst seit 1912 weiß man, wie es aussah.

Marco Marschall

Das Mammut, wie es an der L 23 kurz vorm Städtchen Joachimsthal steht und erst vor wenigen Jahren seinen braunen Anstrich bekam, ist gewissermaßen eines der Wahrzeichen der eizeitlich geprägten Region. Doch woher genau wissen wir wie die Tiere tatsächlich aussahen? Darum geht es am 27. Februar bei einem Vortrag des Schwedters Hans-Jörg Wilke in der Schorfheide-Info von Joachimsthal. „Die Rekonstruktion des Mammuts, eine spannende Geschichte um die Suche nach der Wahrheit“ lautet der Titel.

Darin zeigt der Autor des Buches „Die Geschichte der Tier-illustration in Deutschland von 1850 bis 1950“ auf welchen Wegen es in Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Kunst  gelang, diese bereits ausgestorbenen Tiere zu rekonstruieren.

Schließlich haben wir heute eine sehr präzise Vorstellung, wie das Mammut aussah. Zu sehen ist es nicht nur als Maskottchen des Geoparks „Eiszeitland am Oderrand“, sondern auch im 20th-Century-Fox-Animationsfilm Ice Age hat „Manni“, wie es dort heißt, seinen festen Platz. Doch die Darstellungen des Eiszeitriesen begannen schon früher.

Seit Beginn des 19. Jahrhunderts prägten Tierillustrationen fast einhundert Jahre die zoologische Literatur, heißt es in der Ankündigung zum Vortrag. Eine spannende Geschichte um die Suche nach der Wahrheit sei die Rekonstruktion fossiler Tiere – besonders des Mammuts. Erst 1912 waren alle wesentlichen Fragen bezüglich des Aussehens dieser bereits vor Tausenden von Jahren ausgestorbenen Tiere geklärt. Besonders umstritten seien die Länge von Rüssel, Schwanz und Fell sowie die Haltung der Stoßzähne gewesen. Auch die Größe der Ohren hat sich erst ab 1902 endgültig durchgesetzt.

Referent Hans-Jörg Wilke ist vor allem in der Uckermark kein Unbekannter, hat an mehreren Büchern mitgewirkt und ist im Nationalpark Unteres Odertal für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Vortrag: „Die Rekonstruktion des Mammuts, eine spannende Geschichte um die Suche nach der Wahrheit“, Dr. Hans-Jörg Wilke, am 27. Februar, 18 Uhr; der Geopark Eiszeitland am Oderrand lädt ein.