Wasserstraße bei Eberswalde
: Probleme beim Brückeneinbau führen zu Schiffsstau

Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Oder-Havel in Eberswalde hat Konsequenzen aus dem sich verzögernden Brückeneinbau bei Liepe gezogen. Wer sind die Leidtragenden?
Von
Sven Klamann
Liepe
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Einbau im Gange: Die neue Brücke für den Lieper See wurde in Stettin gefertigt und per Schiff über die Oder und den Oder-Havel-Kanal angeliefert.

Jörg Babbatz

Aufgrund von Bauarbeiten des Amtes Britz-Chorin-Oderberg zum Einschwimmen der neuen Wegebrücke in Liepe muss die Sperrung im Bereich der Havel-Oder-Wasserstraße von km 79,8 bis km 80,5 für die gesamte Schifffahrt bis zum 22. Juli 2023, 20 Uhr, verlängert werden. Das teilt das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Oder-Havel (WSA) in Eberswalde mit. „Die Sperrung ist notwendig, um die Sicherheit der Schifffahrt sicherzustellen. Sobald die Arbeitenan der Brücke beendet sind, werden wir die Havel-Oder-Wasserstraßewieder für die Schifffahrt freigeben“, sagt Ralf Dimmek, Leiter der WSA Oder-Havel.

Sperrung schon zweimal verlängert

Von der Sperrung seien sowohl die Berufsschifffahrt als auch etliche Freizeitkapitäne betroffen.

An den Schiffshebewerken Niederfinow liegen nach Auskunft des WSA derzeit sechs Motorschiffe und mehr als 25 Sportboote. In Hohensaaten warten aktuell ein Kabinenschiff, ein Motorschiff und ein polnischer Schubverband auf die Aufhebung der Sperrung. In der Marina Oderberg haben vorübergehend rund 40 Sportboote festgemacht.

Die Sperrung war ursprünglich vom 18. Juli 2023, 8 Uhr, bis zum 20. Juli 2023, 8 Uhr, geplant gewesen. Bei den Bauarbeiten ist es laut WSA jedoch zu Problemen gekommen, sodass die Sperrung zunächst bis zum 20. Juli 2023, 20 Uhr, verlängert wurde. Bald darauf folgte eine weitere Verlängerung der Sperrung – aktuell bis zum 21. Juli 2023, 20 Uhr.

Der Ersatzneubau der Wegebrücke Liepe wurde vom Amt Britz-Chorin-Oderberg ausgeschrieben und beauftragt.