Wettbewerb
: Sieger des Illustrationspreises „Bernhard“ im Barnim stehen fest

Der Landkreis Barnim hat den Illustrationspreis „Bernhard“ vergeben. 167 Kinder und Jugendliche bebilderten eine Geschichte zum Stromausfall.
Von
Ellen Werner
Eberswalde
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  • Der Gewinner und sein Bild: Lucien Hasselmann (8) aus Schönwalde hat den Barnimer Illustrationswettbewerb "Bernhard" für sich entschieden. Zu "Blackout", der Siegergeschichte der Berliner Autorin Katja Ludwig im Vorjahreswettbewerb um den Literaturpreis "Eberhard", hatten 167 Kinder und Jugendliche zwischen acht und 16 Jahren Illustrationen eingereicht.

    Der Gewinner und sein Bild: Lucien Hasselmann (8) aus Schönwalde hat den Barnimer Illustrationswettbewerb "Bernhard" für sich entschieden. Zu "Blackout", der Siegergeschichte der Berliner Autorin Katja Ludwig im Vorjahreswettbewerb um den Literaturpreis "Eberhard", hatten 167 Kinder und Jugendliche zwischen acht und 16 Jahren Illustrationen eingereicht.

    MOZ/Thomas Burckhardt
  • Gratulation: Landrat Daniel Kurth (SPD) überreicht Friedrich Kieback (10) aus Groß Schönebeck einen von fünf Sonderpreisen.

    Gratulation: Landrat Daniel Kurth (SPD) überreicht Friedrich Kieback (10) aus Groß Schönebeck einen von fünf Sonderpreisen.

    MOZ/Thomas Burckhardt
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Zum sechsten Mal ist dort am Mittwoch der Barnimer Nachwuchs–Illustrationspreis „Bernhard“ vergeben worden. Den Wettbewerb richtet der Landkreis alle zwei Jahre aus — im jährlichen Wechsel mit den Literaturwettbewerben „Eberhard“ und "Bernadette“. Stets im Fokus des Illustrationswettstreits: die Siegergeschichte vom Vorjahr, diesmal also „Blackout“.

Übergabe vier Monate später

Zu Ludwigs Beitrag, der die Erlebnisse zweier Schwestern während eines Stromausfalls nach einem Gewitter beschreibt, hatten 167 Kinder und Jugendliche aus 14 Barnimer Schulen ihre Arbeiten eingesandt. Vermutlich hätten die dreiköpfige Jury — neben der Panketaler Illustratorin und Kunstpädagogin Anke am Berg die Eberswalder Künstlerin Gudrun Sailer sowie Metallbildhauer Eckhard Herrmann — wie in anderen Jahren noch deutlich mehr Bilder erreicht. Doch nach Ausbruch der Pandemie entschieden sich die Veranstalter, den  Einsendeschluss um vier Wochen vorzuverlegen. Nach hinten verschob sich coronabedingt dagegen die Preisverleihung — und das gleich um vier Monate. Üblicherweise wird der Illustrationswettbewerb im April anlässlich des Tages der Kinder– und Jugendliteratur entschieden.

Aus der Vielzahl der Einsendungen eine Auswahl zu treffen, sei schwer gewesen, sagt Jurychefin Anke am Berg. „Wir haben in den Arbeiten der Acht– bis 16–Jährigen natürlich die ganze Bandbreite von handwerklichem Geschick und gestalterischen Möglichkeiten gesehen.“ Herrmann habe schließlich für ein Bild gekämpft — „und wir haben ihm zugestimmt“, so die Juryvorsitzende. So geht der „Bernhard“ in diesem Jahr an Lucien Hasselmann aus Schönwalde. Der Achtjährige habe die gesamte Geschichte in ein Bild gepackt und dieses wiederum zu seiner eigenen Geschichte gemacht. „Das hat den Ausschlag gegeben“, sagt Anke am Berg.

Darüber hinaus hat die Jury fünf Sonderpreise vergeben: an Friedrich Kieback (10) aus Groß Schönebeck, Sophia Lippmann (15) von der Tobias–Seiler–Schule in Bernau, Sayann Travers (15) vom Bernauer Paulus–Praetorius–Gymnasium, Mara Barthel von der Aristoteles–Gesamtschule Bernau sowie Ronny Rulka (16) vom Barnim–Gymnasium Bernau. Der Gruppensonderpreis geht in diesem Jahr an die Nordendschule Eberswalde. Die Kinder erhalten einen Workshop mit der Künstlerin Anne Mundo.

Er habe im Bild den Zeitpunkt festgehalten, in dem der Strom wieder angeht, sagt Sonderpreisträger Friedrich. Was er selbst machen würde, wenn er einen Stromausfall erleben würde? „Vielleicht ein Brettspiel“, antwortet der Zehnjährige. Wegen Corona habe er die Ferien mit wenig Strom im Garten statt an einem fernen Urlaubsort verbracht.

Die Preisträgerarbeiten eingeschlossen haben die Juroren für die Ausstellung in der Kleinen Galerie im Sparkassengebäude insgesamt 44 Bilder ausgewählt — darunter Comics, Fotomontagen und sogar ein Glasobjekt. „Ich finde es wirklich spannend, was die Kinder und Jugendlichen aus der Geschichte machen und dass sie nicht unbedingt malen, was ich geschrieben habe“, sagt Autorin Katja Ludwig. „Die Bilder kriegen ihr Eigenleben.“ Zu sehen sind sie zu den Öffnungszeiten der Sparkasse nun bis zum 15. September.

Nachträglich mitzuerleben ist zudem die Preisverleihung. Der Kreis hat einen kleinen Film in Auftrag gegeben, der später in öffentlichen Netzwerken zu sehen sein soll.