Wohnen in Eberswalde: Hier gibt es Hilfe im Problembezirk Brandenburgisches Viertel

Viele Schilder, viele Chancen? Das neue Chancen-Zentrum in der Spreewald-Straße im Brandenburgischen Viertel in Eberswalde. Mehrere Institutionen sind hier seit neuestem an einem Ort vertreten.
Stephan Backert- Eröffnung des Chancen-Zentrums im Brandenburgischen Viertel am 13. Juni.
- Institutionen wie Jobcenter, Jugendamt und Martin-Gropius-Krankenhaus bieten Beratung.
- Niedrigschwelliges Angebot für einfachen Zugang zu Hilfe und Unterstützung.
- Orientierung auf soziale Beratung, Arbeitsvermittlung und Bildungsangebote.
- Projekt läuft ein Jahr, danach Evaluierung für mögliche Fortsetzung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Brandenburgische Viertel ist das größte Wohnquartier von Eberswalde. Viel Geld wurde in den letzten Jahren in Umbau und Modernisierung der DDR-Plattenbauten im ehemaligen Max-Reimann-Viertel investiert. Noch immer gilt es auch als einer der sozialen Brennpunkte der Stadt.
Rund fünf Kilometer Entfernung zum Marktplatz im Stadtzentrum in Eberswalde scheinen auf den ersten Blick nicht allzu groß. Sie können für manche Menschen aber doch eine Hürde darstellen, wenn es um die Erledigung von Ämtergängen oder auch um die Wahrnehmung von Beratungsangeboten geht.
Viele Institutionen unter einem Dach im Brandenburgischen Viertel
Am Freitag (13. Juni) wurde das Chancen-Zentrum in der Spreewaldstraße 20/22 im Brandenburgischen Viertel eröffnet. Anlaufstellen verschiedener Institutionen sind hier unter einem Dach vereint. Darunter sind das Barnimer Jobcenter, eine Außenstelle des Barnimer Jugendamtes, die Sozialberatung und Integrationsbegleitung der Bildungseinrichtung Buckow sowie das Martin-Gropius-Krankenhaus der GLG und das Grundbildungszentrum der Kreisvolkshochschule Barnim.
„Dies schafft eine dezentrale Anlaufstelle, in der hilfesuchende Menschen unkompliziert die nötige Unterstützung finden können“, heißt es in einer Pressemitteilung des Landkreises. Eine Außenstelle des Jugendamtes des Landkreises wird hier präsent sein. Klassische Sprechzeiten gibt es hier jedoch nicht. Die Erreichbarkeit soll flexibel über Klingel, E-Mail und die direkte Ansprache möglich sein. Der Landkreis geht davon aus, dass Hausbesuche auf Grund der kürzeren Wege besser möglich sein sollen. Ziel des niedrigschwelligen Beratungsangebotes ist es, früher mit möglichen Klienten in Kontakt zu kommen und Synergieeffekte mit den anderen Institutionen vor Ort zu nutzen.
Jobcenter will im Brandenburgischen Viertel beraten
Das Jobcenter Barnim möchte mit seinem neuen Beratungsangebot für die Einwohner im Brandenburgischen Viertel sichtbarer werden und Hilfestellung sowie kurze Wege zwischen Arbeitsvermittlung, Leistungsberatung und sozialen Partnern schaffen. Das Angebot richtet sich sowohl an junge Erwachsene unter 25 Jahren, als auch an Menschen, die die 25 überschritten haben. „Die Beratungsstelle des Jobcenters ist für junge Erwachsene unter 25 Jahren als zusätzlicher Beratungsort der Jugendberufsagentur Barnim jeden Donnerstag von 9 bis 13 Uhr und für Kunden über 25 Jahre jeden 2. Dienstag im Monat (ungerade Wochen) von 9 bis 13 Uhr mit und ohne Termin erreichbar“, heißt es in der Pressemitteilung des Landkreises.
Häufig stehen Menschen vor vielen Fragen, wenn sich ihre Einkommenssituation ändert oder das Leben aus anderen, vielfältigen Gründen aus den Fugen gerät. Hier setzt das Angebot der Buckow gGmbH an. Über die Integrationsbegleitung soll die Beschäftigungsfähigkeit der Teilnehmer erhöht sowie die soziale Situation der Familien verbessert werden. Die allgemeine soziale Beratung der Buckow gGmbH beschäftigt sich mit allen Bereichen des Alltags. Dazu gehören beispielsweise Beratungen zu den Themen Wohngeld, Überschuldung oder Umgang mit Suchterkrankungen, aber auch, wie der Übergang in die Rente gut gemeistert werden kann.
Hilfe für Eltern im Brandenburgischen Viertel
Wer ein Säugling oder Kleinkind hat, denkt vielleicht noch nicht an die Rente des Kindes, steht aber vor anderen Problemen in der frühen Entwicklung seines Sprösslings. Diagnostik, Beratung und Behandlung solcher Probleme stehen im Mittelpunkt des Beratungsangebotes der Sprechstunde der der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik vom Martin-Gropius-Krankenhaus.
Richtig lesen, schreiben und rechnen zu können, zählt zu den grundlegenden Dingen im Leben. Eines der Angebote vom Grundbildungszentrum Barnim ist es, Erwachsenen, die hierbei Unterstützung brauchen, individuelle und kostenlose Beratungen zu ermöglichen. Zudem werden Sensibilisierungsschulungen für Verwaltungen und Bildungseinrichtungen zum Thema Analphabetismus durchgeführt.
Das Chancen-Zentrum ist zunächst auf ein Jahr angelegt. Danach soll geprüft werden, ob das Angebot gut angenommen wurde. Sollte dies der Fall sein, bestehen Chancen auf eine Weiterführung.



