Abstandsregeln: Einschulungsfeiern finden in Eisenhüttenstadt trotz Corona-Krise statt

Das erste Schuljahr steht an: Bei der Feier wird es besondere Richtlinien für die Kinder und deren Gäste geben.
Gerrit FreitagSo werde man die Feierlichkeiten in Ziltendorf nur, wenn das Wetter es zulasse, auf dem Schulhof durchführen. In diesem Fall dürften die Kinder mit ihren Familien – insgesamt maximal sechs Personen – auf gekennzeichneten Flächen ihren eigenen Bereich haben. Sollte es regnen, wären für die Schulkinder nur die Eltern zugelassen – die Feier fände dann in der Aula statt. Nach einem kurzen Programm der Zweitklässler und einer kurzen Ansprache der Schulleiterin gehe es dann für die neuen Schüler mit ihren Lehrern in die jeweiligen Klassenzimmer. Gäste müssten draußen warten und dürften das Schulgebäude gar nicht erst betreten. „Das ist sehr schade, aber leider nicht zu ändern“, erklärt Cordelia Becker.
Klare Vorschriften
In der Neuzeller Grundschule am Fasanenwald sind an diesem Tag die Eltern und die Einschulungskinder eingeladen. Immer fünf Kinder sollen dabei in einer Gruppe sein. Mit musikalischer Begleitung durch jugendliche Akkordeonspieler erhalte jedes Kind im Klassenraum seine Schultüte und habe erste Kontakte zur jeweiligen Klassenlehrerin und Horterzieherin – alles natürlich mit dem hierfür nötigen Sicherheitsabstand.
Auch in der Grund- und Oberschule in Müllrose wird die Einschulungsfeier in Gruppen aufgeteilt. Nur Eltern und Geschwister werden als Gäste zugelassen. So hält es auch die Goetheschule in Eisenhüttenstadt: Jede einzelne Klasse wird extra unterteilt und die Einschulungen finden jeweils stündlich ab 8.30 Uhr statt.
Die Integrative Katholische Grundschule in Neuzelle nutzt für die Einschulungsfeier eine ausgebaute Scheune. Auch hier müsse die Teilnehmerzahl aber beschränkt werden, und zwar auf vier Personen pro Familie. „Dies richtet sich nach der Raumgröße, in welchem wir unsere Einschulung durchführen“, erklärt Schulleiterin Dörte Fiedler. Die Sitzplätze werde man extra für die jeweiligen Familien mit Namensschildern versehen und zusätzlich ein kleines, angepasstes Programm anbieten. „Pater Simeon wird neben der Segnung der Kinder in diesem Jahr auch etwas auf dem Klavier vorspielen“, erklärt die Schulleiterin. Die Scheunentore werde man durchgängig geöffnet halten, um für eine angemessene Belüftung zu sorgen.
Ein buntes Programm steht für die Einschulungskinder in der Diesterweg-Grundschule bereit – neben Gesangseinlagen, Geschenken und üppigen Dekorationen gibt es natürlich auch einige Richtlinien, an die sich die neuen Schüler, deren Geschwister und die Eltern zu halten haben. So werde man für die Gäste, wie es Schulleiterin Andrea Henschel erklärt, einen Empfang vorbereiten, an dem ein Austausch der Erwachsenen, unter Einbehaltung der Abstandsregeln, möglich sein wird. „Leider mussten wir mit dem Programm etwas improvisieren, da seit März keine wirklichen Vorbereitungen mehr stattfinden konnten. Aber es gibt ja zahlreiche Gründe, warum in diesem Jahr keine normale Einschulung stattfinden kann“, erklärt Andrea Henschel.