Am 21. November beginnt die Saison der Weihnachtsmärkte in Deutschland. Nach zwei Jahren Zwangspause dürfen nun auch in Brandenburg und Sachsen die Menschen wieder Glühwein, Bratwurst und festliche Musik genießen. Die regionalen Märkte in und um Eisenhüttenstadt sind immer sehr liebevoll gestaltet. Viele Menschen fahren aber gern auch etwas weiter weg, um die großen Weihnachtsmärkte zu besuchen.
Bequem und stressarm lassen sich viele der schönsten Weihnachtsmärkte in Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt für einen Tagesausflug mit der Bahn erreichen. In Regionalzügen ist die Fahrt sogar preiswerter als mit dem Auto – gerade auch in Familie mit Kindern. In Berlin und Brandenburg gibt es das Brandenburg-Berlin-Ticket. Wie ist das aber, wenn man etwas weiter fahren möchte – zum Beispiel nach Dresden, Leipzig, Magdeburg oder Görlitz?
Mit echter erzgebirgischer Pyramide: Blick auf den Dresdner Striezelmarkt 2019
Mit echter erzgebirgischer Pyramide: Blick auf den Dresdner Striezelmarkt 2019
© Foto: Frank Groneberg

Dresden hat nicht nur den Striezelmarkt

Die sächsische Landeshauptstadt Dresden gehört zu den deutschen Großstädten mit den schönsten Weihnachtsmärkten. Der Dresdner Striezelmarkt, geöffnet vom 23. November bis Heiligabend, ist der bekannteste. Mindestens genauso schön und etwas entspannter ist der Mittelalter-Weihnachtsmarkt im Stallhof (23. November bis 23. Dezember). Wer Kunsthandwerk, besondere Kulinarik und anheimelnde Atmosphäre liebt, sollte den Elbhangfest-Weihnachtsmarkt in Dresden-Loschwitz (3. Dezember bis 18. Dezember) auf keinen Fall verpassen. Und dann sind da noch der Augustusmarkt auf der Hauptstraße (24. November bis 8. Januar), der Advent auf dem Neumarkt (24. November bis 23. Dezember), der romantische Weihnachtsmarkt am Schloss (27. November bis Heiligabend) und und und.
Von Eisenhüttenstadt nach Dresden ist die Fahrt gar nicht so lang. Mit dem Regionalzug dauert sie über Cottbus drei Stunden und fünf Minuten. Morgens hin – abends zurück, das ist auch mit Kindern machbar. Und unvergessliche Erlebnisse sind garantiert. Je nach Verbindung muss einmal (in Cottbus) oder zweimal (in Cottbus und Ruhland) umgestiegen werden. Die Züge fahren alle 60 Minuten.

Nach Leipzig ohne umzusteigen

Nach Leipzig ist die Fahrt noch etwas kürzer. Und ab dem 11. Dezember auch bequemer. Denn dann geht es mit dem neuen RE 10 von Eisenhüttenstadt nach Leipzig, ohne umzusteigen. Die Fahrt dauert 2:53 Stunden. Bis zum 10. Dezember muss einmal umgestiegen werden, nämlich in Cottbus. Alle zwei Stunden gibt es Zugverbindungen nach Leipzig. Abends kommt man bequem wieder zurück.
Im Kerzenschein: Weihnachtliche Atmosphäre im Dezember 2019 an der Nikolaikirche in Leipzig
Im Kerzenschein: Weihnachtliche Atmosphäre im Dezember 2019 an der Nikolaikirche in Leipzig
© Foto: Frank Groneberg
Der Leipziger Weihnachtsmarkt zieht sich durch die gesamte Innenstadt und gehört zu den schönsten und größten in Deutschland. Neben dem Hauptteil auf dem Marktplatz gibt es ein faszinierendes Märchenland auf dem Augustusplatz, eine Hüttenweihnacht und anderes mehr. Auch Freunde historischer Kinderkarussells kommen auf ihre Kosten. Mehr als 250 Händler und Schausteller sind angemeldet. Geöffnet ist der Markt vom 22. November bis zum 23. Dezember.

Faszination Lichterwelt in Magdeburg

Anziehungspunkt vieler Brandenburger war 2021 der Magdeburger Weihnachtsmarkt. Auch dieser malerische Markt zieht sich durch die Innenstadt. Neben dem Hauptmarkt gibt es einen sehr schön gestalteten Mittelalter-Weihnachtsmarkt. Eine besondere Attraktion ist die Magdeburger Lichterwelt mit 60 großen Leuchtfiguren. Der Weihnachtsmarkt wird am 21. November eröffnet und schließt am 29. Dezember. Die Fahrt von Eisenhüttenstadt nach Magdeburg über Frankfurt (Oder) dauert wegen der Bauarbeiten zwischen Frankfurt und Eisenhüttenstadt bis zum 9. Dezember gut viereinhalb Stunden. Ab dem 10. Dezember dauert sie 3:46 Stunden, umgestiegen werden muss nur einmal, in Frankfurt (Oder). Zugverbindungen gibt es alle 60 Minuten.
Zauberhafte Installationen: Die Lichterwelt mit mehr als 60 Objekten ist Teil des Magdeburger Weihnachtsmarktes.
Zauberhafte Installationen: Die Lichterwelt mit mehr als 60 Objekten ist Teil des Magdeburger Weihnachtsmarktes.
© Foto: Frank Groneberg

Malerischer Christkindelmarkt in Görlitz

Deutlich näher ist die sächsische Stadt Görlitz. Hier besticht der „Schlesische Christkindelmarkt Görlitz“ schon durch seine Lage inmitten der liebevoll sanierten historischen Altstadt. Neben vielen Buden und Ständen gibt es Kinderkarussells, eine Bühne, Puppentheater, ein Lesezelt, eine Bastelstube und eine Anlage fürs Eisstockschießen. Geöffnet ist der zauberhafte Markt vom 2. Dezember bis zum 18. Dezember. Die Fahrt mit dem Regionalzug ab Eisenhüttenstadt über Cottbus (einmal umsteigen) dauert nur 2:17 Minuten, Verbindungen gibt es alle 60 Minuten.

Bahn ist günstiger als das Auto

Und was kostet eine Tagesfahrt zu all diesen Weihnachtsmärkten? Weniger als eine Autofahrt. Dank des Quer-durchs-Land-Tickets. Mit diesem können bis zu fünf Personen einen ganzen Tag lang kreuz und quer mit Regionalzügen durch Deutschland fahren. Und bis zu drei Kinder von sechs bis 14 Jahren fahren zusätzlich kostenlos mit. Je mehr Leute mitfahren, desto günstiger wird der Ausflug für jeden. Eine Person allein zahlt 42 Euro, für jede weitere Person kommen je 7 Euro dazu. Zwei Personen zahlen 49 Euro – 24,50 Euro pro Person. Drei Personen sind mit 56 Euro dabei – also 18,66 Euro pro Person. Und in einer Fünfergruppe zahlt jeder Fahrgast nur 14 Euro.