Angeln in Polen: Wo man bei Slubice angeln kann und was die Erlaubnis kostet

Um in Polen angeln zu können, muss man eine spezielle Erlaubnis erwerben. Was es sonst noch zu beachten gibt.
Bogdan Hryniewicz/PZW nr. 2- Angeln in Polen erfordert eine spezielle Erlaubnis, die für verschiedene Zeiträume erhältlich ist.
- Preise variieren von 70 bis 460 Złoty, Erlaubnis gilt für zwei Angelruten.
- Angler können Karpfen, Brassen, Welse und andere Fische fangen.
- Bogdan Hryniewicz und Kamil Kowalski sind leidenschaftliche Angler aus Słubice.
- Wettbewerbe in Słubice sind beliebt, Fische werden nach dem Fang zurückgesetzt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein Spaziergang mit dem Angler Bogdan Hryniewicz, Mitglied des Angelvereins Nr. 2 in Słubice, und dem Vereinspräsidenten Kamil Kowalski am Fluss: Hier fühlen sie sich am wohlsten. Beide sind seit Jahren begeisterte Angler. Am liebsten verbringen sie ihre Zeit an der Oder, in Stille, mit der Angel in der Hand, in Gesellschaft anderer Angler. Natürlich können auch Deutsche die Natur und polnische Gewässer mit ihrer Angel genießen. Sie sollten aber über einige Regeln Bescheid wissen.
Was muss man wissen übers Angeln in Polen?
Für Ausländer, die in Polen angeln möchten, gelten ein paar Regeln. So müssen sie etwas wissen, zu welchem Angelverband der Fluss oder der See gehört, den sie sich zum Angeln ausgesucht haben. Słubice gehört zum Beispiel zum Verband des Polnischen Angelvereins in Gorzów Wielkopolski.
Regeln fürs Angeln in Polen
1. Angler sollten herausfinden, welchem Angelverband die Gewässer angehören, an denen sie angeln möchten.
2. Sie müssen eine Erlaubnis erwerben: für einen, drei, sieben, 14 Tage oder für ein ganzes Jahr. Es gibt online auch eine deutsche Version des Formulars sowie der Regeln.
3. Die Preise variieren je nach gewählter Option von 70 Złoty bis 460 Złoty (umgerechnet rund 16,40 bis 107,60 Euro). Gebühren und Regeln unterscheiden sich in ganz Polen je nach Verband.
4. Die Erlaubnis gilt für zwei Angelruten, eine für Schwimmer und eine für den Boden. Mit der zweiten Rute kann ein Kind unter 14 Jahren unter Aufsicht eines Erwachsenen angeln. Für Kinder unter 14 Jahren wird keine Gebühr erhoben.
Angeln ist eine Möglichkeit, den Kopf frei zu bekommen
Kamil Kowalski liebt es, Fische zu fangen, weil „man über verschiedene Dinge am Wasser nachdenken kann. Auf der Welt herrscht Chaos, alles passiert so schnell. Aber am Wasser beruhige ich mich, kann über meine täglichen Angelegenheiten nachdenken. Und ich treffe wunderbare Menschen, die dieselbe Leidenschaft haben“, erzählt er.

Kamil Kowalski und Bogdan Hryniewicz sind leidenschaftliche Fischer aus Slubice. Sie angeln hauptsächlich an der Oder, wo man unter anderem Karpfen, Brassen und Welse fangen kann.
Marlena DuminBogdan Hryniewicz angelt seit seiner Kindheit, er wurde auf dem Land am Fluss geboren, es ist für ihn eine natürliche Umgebung. „Als ich ein Kind war, bastelte ich Schwimmer aus Rinde und Stöcken. Ich liebe das: Wenn mir jemand heute meine Angel wegnehmen und sagen würde, dass ich nie wieder angeln dürfte, weiß ich nicht, was mit mir passieren würde.“
Er ist außerdem Organisator von Wettkämpfen und Schiedsrichter, er angelt auch gerne alleine, „nachts am Fluss, dort, wo die Zivilisation endet. Nur ich, Glühwürmchen und kleine Feldtiere. Wenn ich Stress bei der Arbeit habe und für zwei Nächte hierher komme, verschwindet alles Schlechte. Ich komme zu Hause sehr ausgeruht an.“
Beliebte Fische und Angelplätze in der Umgebung von Frankfurt (Oder)
In der Oder sind Brassen und Barsche am beliebtesten. Die Karpfensaison hat gerade begonnen. Es gibt auch Rotfedern, Plötzen, Rotaugen, Störe, Schleien und kleine Felchen – winzige Fische, die „sich an der Angel drehen, nerven, aber sehr klein sind“, erklären die beiden Angler.

In Slubice in der Straße Nadodrzanska 14d befindet sich ein Angelladen, in dem man die benötigte Ausrüstung kaufen kann.
Marlena DuminMan kann auch Welse fangen. Dieser Fisch kann bis zu zwei Meter lang und bis zu 50 Kilogramm schwer werden, dann gibt es „Emotionen, die man nicht beschreiben kann. Selbst guter Sex kann nicht mit dem Gefühl mithalten, wenn man einen solchen Fisch herauszieht“, sagt Bogdan Hryniewicz lachend.
In der Gegend befinden sich auch zwei Gebirgsflüsse: Piszka und Ilanka. Hier ist die beliebteste Fischart die Forelle, es gibt auch Hechte und Barsche. Die Flüsse fließen größtenteils durch Waldgebiete, umgehen die Ortschaften. Man kann auch am See Grzybno, bekannt als „Świniary“ in der Nähe von Ośno Lubuskie, oder am See Rzepsko und Długie in der Nähe von Rzepin angeln.
Treffen mit anderen Angel-Enthusiasten und große Emotionen
Bogdan Hryniewicz hat eine Schiedsrichterlizenz, er organisiert in Słubice Wettbewerbe, die sechs bis 18 Stunden dauern, manchmal sogar ganze Tage. Meistens wird in Paaren geangelt. „Praktisch jedes Wochenende finden bei uns Wettbewerbe statt, an denen bis zu 100 Menschen teilnehmen“, sagt er. Es gibt Wettbewerbe wie Schwimmer- und Grundangeln, je nach Saison. Nach den Wettbewerben werden die Fische obligatorisch ins Wasser zurückgegeben. „Wir fangen sie nicht, um sie zu töten, sondern weil es unser Hobby ist.“
Einige fangen bei Wettbewerben bis zu 50 Kilogramm Fisch, andere fangen in derselben Zeit nur ein Kilo. Woran liegt es, dass bei manchen der Fisch beißt und bei anderen nicht? „Es geht um Erfahrung, wie man den Fisch überlistet, um ihn zu fangen. Diejenigen, die sportlich angeln, bereiten sich genau vor, zum Beispiel verwenden sie dünnere Schnüre. Es ist nicht so einfach, die Angel auszuwerfen und sofort Erfolg zu haben. Die Schönheit des Angelns, die Majestät dieses Hobbys besteht darin, dass es keine Gewissheiten gibt. Du kannst großartige Fähigkeiten haben, aber am Ende entscheidet der Fisch.“
Angler bilden eine harmonische Gemeinschaft
„Eigentlich gibt es keine klare Saison für das Angeln“, erklären die Männer. Doch sie haben eine Tradition: Sie treffen sich am 1. Januar am Fluss und begrüßen gemeinsam das neue Jahr und die neue Angelsaison.
Die Gruppe der Anglerinnen und Angler aus Słubice sind Menschen, „auf die man sich verlassen kann. Jeder hilft jedem.“ Als Bürgermeisterin Marzena Słodownik sie um Hilfe bei Hochwassergefahr bat, „haben sie sich in 20 Minuten versammelt und waren bereit, zu arbeiten“. Ohnehin organisieren sie regelmäßig Aufräumaktionen der Deiche.


