Angriff in Eisenhüttenstadt
: Jugendliche (17) zieht Messer und bedroht Polizei

Alles andere als friedlich startete der Advent in Eisenhüttenstadt. Eine junge Frau bedrohte Beamte der Polizei mit Böller und Messer. Was bekannt ist.
Von
Janet Neiser
Eisenhüttenstadt
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Polizeieinsatz mit Blaulicht: ARCHIV - 10.02.2024, Mecklenburg-Vorpommern, Rostock: Ein Einsatzfahrzeug der Polizei fährt mit Blaulicht durch die Innenstadt. (zu dpa: «Böller auf Kinder geworfen – drei Verletzte») Foto: Jens Büttner/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Polizeieinsatz mit Blaulicht (Symbolbild): In Eisenhüttenstadt musste die Polizei zum Oder-Spree-Kanal ausrücken. Dort trafen sie auf eine junge Frau, die völlig neben sich stand und sogar ein Messer zückte.

Jens Büttner/dpa
  • Jugendliche (17) bedrohte Polizei in Eisenhüttenstadt mit Messer und Böller.
  • Ruhestörung am Oder-Spree-Kanal führte zu Polizeieinsatz gegen 3:40 Uhr am 1. Dezember.
  • Die Polizei setzte Taser ein, um die Situation zu kontrollieren.
  • Notarzt wies die Jugendliche wegen psychischem Ausnahmezustand in Klinik ein.
  • Keine Verletzten bei dem Vorfall.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Start in den ersten Advent ist in Eisenhüttenstadt alles andere als friedlich verlaufen. Messer, Böller und Alkohol sowie Polizei und Taser kamen zum Einsatz. Noch in den Nachtstunden des 1. Dezember gegen 3.40 Uhr wurden die Beamten zum Oder-Spree-Kanal gerufen.

Grund war nach Angaben der Polizei eine Ruhestörung im Areal Kanalblick. Dort trafen die Einsatzkräfte auf eine Jugendliche, die augenscheinlich alkoholisiert war und offensichtlich dadurch in einen psychischen Ausnahmezustand geraten war. So zumindest lautet die Erklärung der Polizei für das Verhalten der jungen Frau, die gerade einmal 17 Jahre alt gewesen sein soll.

Böller und Messer gegen Polizei in Eisenhüttenstadt

Als die Beamten die Person zur Ruhe ermahnten, habe diese mit erheblicher Gegenwehr reagiert und die Beamten bedroht.

Die 17-Jährige hat nach Angaben der Polizeidirektion Ost unter anderem einen Böller in Richtung der Beamten geworfen. Der Feuerwerkskörper hat diese aber glücklicherweise verfehlt.

Doch damit nicht genug. Laut Polizei zog die Jugendliche plötzlich ein Taschenmesser und „machte Stich- und Schreitbewegung in Richtung der Beamten“. Diese gingen auf Distanz, forderten das Niederlegen des Messers und drohten den Einsatz des Elektrodistanzgerätes, also eines Tasers, an.

17-Jährige mit Taser handlungsunfähig gemacht

Nun richtete die junge Frau das Messer offensichtlich gegen sich selbst. Auf jeden Fall habe sie vorgegeben, sich selbst verletzten zu wollen, teilt die Polizei mit. Um eine weitere Eskalation und Gefährdung der Verursacherin und anderer Personen zu verhindern, wurde der Taser tatsächlich genutzt, um die Zielperson für eine kurze Zeit handlungsunfähig zu machen. „Hierdurch konnte man ihr habhaft werden und diese fixieren“, heißt es im Polizeibericht.

Aufgrund des psychischen Ausnahmezustandes wurde schließlich ein Notarzt hinzugezogen, der sie noch in der Nacht in eine Klinik einwies.

Verletzt sei bei dem Einsatz niemand worden, so die Polizei.