ArcelorMittal Eisenhüttenstadt
: Wichtige Modernisierung im Stahlwerk vollendet

Bei ArcelorMittal Eisenhüttenstadt ist eine wichtige Modernisierung abgeschlossen worden. Im Konverterstahlwerk wurde damit die künftige Produktion gesichert.
Von
Janet Neiser
Eisenhüttenstadt
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Konverterstahlwerk von Arcelor-Mittal in Eisenhuettenstadt 04.112.2025
Konverter

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Im Stahlwerk von ArcelorMittal Eisenhüttenstadt ist eine wichtige Modernisierung vorgenommen worden.

Bernd Geller/ArcelorMittal Eisenhüttenstadt
  • ArcelorMittal Eisenhüttenstadt schloss im Konverterstahlwerk eine Modernisierung ab.
  • Kern war ein neues Aufhängungssystem für einen 255-Tonnen-Konverter – Nummer 2 der Anlage.
  • Die Arbeiten dauerten 50 Tage, die Anlage wurde vollständig erneuert und problemlos gestartet.
  • Produktion lief währenddessen weiter, Sicherheitsprobleme traten nicht auf.
  • Primetals Technologies lieferte Konzept, Ausrüstung und begleitete Bau sowie Inbetriebnahme.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Im Konverterstahlwerk von ArcelorMittal Eisenhüttenstadt ist eine wichtige Modernisierung abgeschlossen worden. Nach Angaben des Stahlunternehmens hat dabei ein neues Aufhängungssystem für einen 255-Tonnen-Konverter im Mittelpunkt gestanden.

Die Maßnahme am Konverter Nummer 2 – es gibt insgesamt zwei Konverter im Stahlwerk – sei innerhalb von nur 50 Tagen durchgeführt worden. Die Anlage wurde vollständig erneuert und konnte ohne Probleme in Betrieb genommen werden. „Das ermöglicht einen weiterhin sicheren und nachhaltigen Betrieb“, heißt es seitens ArcelorMittal.

Primetals Technologies, ein Maschinen- und Anlagenbauer mit Hauptsitz in London, hatte nach Angaben des Stahlherstellers im Vorfeld eine Engineering-Studie durchgeführt, um die optimale Lösung zu entwickeln. Daraus sei ein maßgeschneidertes und wirtschaftliches Konzept entstanden, das bestehende Anlagenteile möglichst weiter nutzt. „Das Unternehmen hat sowohl die Fertigung als auch die Lieferung der Ausrüstung übernommen und den gesamten Bau, die Inbetriebnahme und den Hochlauf begleitet.“

Die Produktion von Stahl lief weiter

Das Projekt ist planmäßig abgeschlossen worden. Als Grund dafür hebt das Stahlunternehmen in Eisenhüttenstadt die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten hervor. Trotz laufender Stahlproduktion  sei der Konverter inklusive neuer Auskleidung reibungslos bewegt worden. Sicherheitsprobleme sind nicht aufgetreten. Robert Richter, Leiter des Stahlwerks in Eisenhüttenstadt, erklärt: „Wir haben den engen Zeitplan eingehalten. Der Konverter ist inklusive neuer Auskleidung reibungslos bewegt worden. Die Produktion ist weitergelaufen, ohne Sicherheitsprobleme. Das war eine starke Teamleistung. Vielen Dank an alle Beteiligten.“

Das Konverterstahlwerk in Eisenhüttenstadt hat eine besondere Geschichte. Denn errichtet wurde das KSW, so die Abkürzung, durch Voest-Alpine aus Österreich. Erst seit 1984 wird in der Stahlstadt an der Oder erst Stahl hergestellt. Das Werk hat eine Jahreskapazität von bis zu 2,5 Millionen Tonnen Rohstahl.

Bis zum Bau des KSW gab es im Eisenhüttenkombinat Ost (EKO) nur das Roheisenwerk und das Kaltwalzwerk. Das Warmwalzwerk, das den metallurgischen Zyklus am Standort komplett gemacht hat, produziert erst seit 1997.

Insgesamt beschäftigt ArcelorMittal Eisenhüttenstadt nach eigenen Angaben rund 2700 Frauen und Männer, darunter auch Azubis und Dienstleister.

LD-Konverter

LD-Konverter erzeugen aus etwa 20 Prozent Schrott und 80 Prozent Roheisen Stahl für verschiedenste Anwendungen. Beim LD-Verfahren wird Roheisen aus dem Hochofen mit reinem Sauerstoff zu Stahl umgewandelt.

Quelle: Voestalpine