Baugrundstücke: Häuslebauer zieht es nach Neuzelle

Noch leer, bald bebaut: Hinter dem Zaun an der Waldstraße beginnt demnächst die Erschließung von sechs Parzellen.
Gerrit Freitag„Grundstücke in Neuzelle verkaufen sich top“, sagt Thomas Tavernier, Leiter des Neuzeller Bauamtes. „Die Nachfrage ist ungebrochen.“ Und er spricht nicht nur über neues Bauland, sondern auch über bereits bebaute Parzellen, die teilweise für richtig viel Geld verkauft werden. Das Amt Neuzelle ist natürlich interessiert daran, Bauland zu schaffen und auch anzubieten. In der Waldstraße in Neuzelle, in unmittelbarer Nähe zu zwei Einkaufsmärkten, beginnt in Kürze die Erschließung von sechs Grundstücksparzellen, die zwischen 500 und 900 Quadratmeter groß sein sollen.
Für fünf davon hat Thomas Tavernier bereits Reservierungen. Kurz nachdem bekannt geworden war, dass dort Eigenheime entstehen sollen, bekam er bereits die ersten Anrufe und E–Mails. Eine, und zwar die mit 900 Quadratmetern größte Fläche, ist noch frei. „Es besteht die Möglichkeit zum Erwerb der noch freien Parzelle“, betont er. Aber auch für die anderen Grundstücke können sich noch Interessenten beim Bauamtsleiter melden. Sie würden dann auf eine Warteliste kommen und wären Ansprechpartner, falls die erste Reservierung nicht in Anspruch genommen wird. Das könne immer wieder passieren, denn potenzielle Häuslebauer schauen sich überall um und entscheiden sich auch dann und wann um, weiß Tavernier.
Der Beginn der Erschließung in der Waldstraße durch ein Gubener Unternehmen ist für April geplant. Die Preise dafür seien enorm in die Höhe geschnellt, sagt der Bauamtsleiter. Es sei auch nicht leicht gewesen, ein Unternehmen zu finden, das den Auftrag übernimmt. Die Maßnahme beinhaltet sämtliche Medien für Trinkwasser, Abwasser, Telekom, Strom und Erdgas sowie die Herstellung der notwendigen Anliegerstraße einschließlich Straßenentwässerung und Straßenbeleuchtung. Um all das brauchen sich die künftigen Bauherren dann nicht mehr kümmern. Der Verkauf der Parzellen soll Thomas Tavernier zufolge im März beginnen, „und zwar provisionsfrei und ohne Bauträgerbindung“, betont er. Die Verkaufspreise werden auf Nachfrage ab März benannt. Noch im Frühjahr könnte, wenn alles planmäßig verläuft, die Bautätigkeit beginnen. Wer schnell ist, kann seinen Weihnachtsbaum bereits in einem neuen Wohnzimmer aufstellen.
Die Zufahrt zu der etwa 4500.Quadratmeter großen Wohnsiedlung erfolgt nach Fertigstellung von der Kruggasse aus, teilt das Bauamt mit. Für dessen Leiter liegen die Vorteile des Baugebietes klar auf der Hand. Zum einen seien die Einkaufsmöglichkeiten sehr gut: Neben den zwei Supermärkten liege der Neuzeller Bauernmarkt in unmittelbarer Nähe. Ein Allgemeinarzt sei gut erreichbar. Und vor allem für Familien mit Kindern stehe auch immer die Frage nach der Betreuung und der Bildung im Raum. In Neuzelle selbst gibt es zwei Grundschulen, zwei weiterführende Schulen sowie zwei Kindergärten.
Die Waldstraße ist aber nicht das einzige Bauvorhaben. Der dritte Bauabschnitt für das Wohngebiet Klosterblick (Mühlenweg) in Neuzelle steht an. Dort sollen zwölf weitere Parzellen für Eigenheime zum Kauf angeboten werden. Teilweise gebe es bereits doppelte Reservierungen, erklärt Thomas Tavernier. Auch hier gilt, wer sich zuerst angemeldet hat, der hat am Ende das Kaufrecht. Springt der Erste ab, aus welchen Gründen auch immer, folgt der zweite Interessent und so weiter. Im Jahr 2007 war der erste Spatenstich für die Wohnsiedlung auf dem Areal. Mittlerweile sind dort viele Familien heimisch geworden. 2011 wurde dann der Beschluss gefasst, dass Neubauten auch mit Pultdächern ausgestattet werden dürfen, die eignen sich besonders gut für Photovoltaik–Anlagen.
Anfragen und Reservierungen an das Amt Neuzelle, Bauamt, z. H. Thomas Tavernier E–Mail, amt.tavernier@neuzelle.de
