Bedrohung in Eisenhüttenstadt
: Unbekannte drohen mit Schlägen und rufen Hitlergruß

Bei einer Feier auf der Insel in Eisenhüttenstadt soll es zu Bedrohungen gekommen sein. Die Kriminalpolizei ermittelt.
Von
Stefan Lötsch
Eisenhüttenstadt
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Die Polizei in Eisenhüttenstadt ermittelt gegen Unbekannte, die eine Gruppe auf der Insel bedroht haben soll.

Patrick Pleul

Erst kürzlich haben in Eisenhüttenstadt Nazi–Schmierereien und Drohungen gegen eine Schülerin für Aufsehen gesorgt. Unter anderem die Hakenkreuze wurden inzwischen entfernt. In der Nacht zu Sonntag kam es auf dem Inselgelände zu verbalen Drohungen, wobei nationalsozialistische Symbole verwendet wurden.

Wie ein Polizeisprecher am Montag (11. September) mitteilte, feierte eine Personengruppe nahe der Minigolfanlage auf der Insel. Zur Feier wurden keine näheren Angaben gemacht. Die Feiernden seien, so der Polizeisprecher, von Unbekannten angesprochen worden und dann auch bedroht worden. „Neben der Androhung von Schlägen gegen die Gruppe, hätten die bislang unbekannten Tatverdächtigen mehrmals den Hitlergruß gerufen“, sagte der Polizeisprecher.

Das sagt das Strafgesetz

Das Zeigen des Hitlergrußes ist in Deutschland verboten. Das Verbot ist im Strafgesetzbuch geregelt in Paragrapf 86 „Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen.“

Zu den Unbekannten liegen folgende Personenbeschreibungen vor: Neben auffälligen Tätowierungen, die nicht näher beschrieben werden, trugen die bislang unbekannten Tatverdächtigen Kleidung, welche laut Zeugen mit Symbolen wie Siegesrunen versehen waren.

Eine Fahndung der alarmierten Polizei im Nahbereich blieb allerdings erfolglos, verdächtigte Personen konnten nicht festgestellt werden. Nun ermittelt die Kriminalpolizei der Direktion in dieser Angelegenheit, teilte der Polizeisprecher mit.