Boxen
: René Hübner verteidigt WM-Titel

Der 44-jährige Eisenhüttenstädter besiegt den 19 Jahre jüngeren Mate Kristof aus Ungarn souverän.
Von
Hagen Bernard
Zgorzelec
Jetzt in der App anhören

Dabei bescheinigt der Eisenhüttenstädter seinem Kontrahenten, mutig gekämpft zu haben. „Er hat aus allen Löchern geblutet. Bis in die dritte Reihe sind alle davon voll gewesen. Er hat zwar gut gekämpft, war jedoch berechenbar“, urteilt Hübner über den aus der MME-Karate-Szene stammenden Gegner. Die eigene boxerische Leistung schätzt Hübner als gut ein. „Ich habe jede Hand gesehen, auch meine Führhand war gut. Was nicht so kam, war die rechte Schlaghand. Aber das ist im Boxen so, mal klappt es nicht so richtig.“

Noch zwei Profi-Kämpfe geplant

Jetzt will Hübner erst einmal pausieren.  „Das heißt jedoch nicht, dass ich nichts mache. Ich werde wohl mein Leben lang trainieren. Jetzt mache ich etwas für den Muskelaufbau, auch etwas Kondition. Im November geht es dann wieder richtig los.“ Schließlich steht zum Jahresende in Leipzig ein Vorbereitungskampf über sechs beziehungsweise acht Runden an. Im Januar will Hübner mit der Vorbereitung auf einen größeren Titelkampf im Frühjahr beginnen. „Zwei Profi-Kämpfe werde ich noch bestreiten, den Titelkampf wahrscheinlich im Ausland. Es wird ein Kampf der IBF oder IBO, wir stehen in guten Verhandlungen.“

Mit der Verteidigung seines Gürtels dürfte Hübner in der unabhängigen Weltrangliste wieder unter die ersten 100 sein, nachdem er durch die lange Kampfpause etwa 50 Plätze abgerutscht war. Erst einmal gilt sein Hauptaugenmerk seinem Schützling Mashal Marefat, den er täglich trainiert.