Bundestagswahl 2025: Wo bei Eisenhüttenstadt noch Wahlhelfer gesucht werden

Stimmenauszählung: Für die Durchführung der Bundestagswahl am 23. Februar 2025 werden auch in und um Eisenhüttenstadt mehrere Hundert ehrenamtliche Wahlhelfer benötigt. Wie viel Plätze in den Wahllokalen sind noch unbesetzt und wie hoch ist die Aufwandsentschädigung in den einzelnen Kommunen? (Symbolbild)
Hendrik Schmidt/dpa- Die Bundestagswahl 2025 findet am 23. Februar statt, viele Wahlhelfer werden in Eisenhüttenstadt und Umgebung benötigt.
- In Eisenhüttenstadt sind bereits alle Wahlhelferstellen besetzt, es gibt sogar eine Warteliste.
- Das Erfrischungsgeld wurde auf 100 Euro erhöht, was das Interesse gesteigert hat.
- In Brieskow-Finkenheerd, Neuzelle und Schlaubetal werden noch Wahlhelfer gesucht.
- Kontaktmöglichkeiten für Freiwillige sind angegeben.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nur noch gut sechs Wochen sind es bis zur vorgezogenen Bundestagswahl am 23. Februar 2025. Auch in Eisenhüttenstadt und den Ämtern Brieskow-Finkenheerd, Neuzelle und Schlaubetal werden dann ehrenamtliche Wahlhelfer die ordnungsgemäße Durchführung der Wahlen absichern.
In den vergangenen Jahren war es oft alles andere als einfach, ausreichend Freiwillige für die ehrenamtliche Tätigkeit als Wahlhelfer zu finden. Vielerorts mussten dann Mitarbeiter öffentlicher Verwaltungen und Behörden dazu verpflichtet werden, in den Wahllokalen zu arbeiten. Wie sieht es 2025 aus?
Warteliste für Wahlhelfer in Eisenhüttenstadt
Die kurzfristige Ansetzung der Neuwahl des deutschen Bundestages werde die Suche nach ehrenamtlichen Wahlhelfern nicht unbedingt einfacher machen, hätte man annehmen können. Zumindest in Eisenhüttenstadt ist das ganze Gegenteil der Fall. Denn wie Stadtsprecher Valentin Franze auf Anfrage mitteilt, konnten bereits ausreichend Wahlhelfer gefunden werden.
„Es haben sich sehr schnell viele Helfer gefunden, um die Wahllokale zu besetzen“, erklärt Valentin Franze. „Daher werden aktuell keine weiteren Wahlhelfer benötigt. In diesem Sinne danken wir auch nochmal den Eisenhüttenstädterinnen und Eisenhüttenstädtern.“
In der Stadt wird es zur Bundestagswahl 18 Wahllokale und sechs Briefwahllokale geben. Dort werden am 23. Februar 2025 insgesamt 150 ehrenamtliche Wahlhelfer tätig sein. Nach Informationen dieses Nachrichtenportals war das Interesse potenzieller Wahlhelfer sogar so groß, dass es eine Warteliste gibt. Warum das so ist?
100 Euro Erfrischungsgeld in Eisenhüttenstadt
Ein Grund dafür dürfte die vergleichsweise hohe Aufwandsentschädigung für die Ehrenamtler sein. Anfang März 2024 hatte die Stadtverordnetenversammlung eine Neufassung der „Satzung über Aufwandsentschädigung für Wahlhelfer der Stadt Eisenhüttenstadt“ beschlossen und mit der Neufassung das sogenannte Erfrischungsgeld kräftig erhöht.
Konkret war die Höhe der Aufwandsentschädigung verdoppelt worden, von bis dahin 50 Euro auf 100 Euro pro Wahlhelfer und Wahltag. „Es bestehen zunehmend erhebliche Probleme, die Wahlvorstände für die durchzuführenden Wahlen zu besetzen“, hatte die Stadtverwaltung damals begründet. Diese Probleme gibt es seit der Erhöhung nicht mehr.
Im Amt Schlaubetal war die Höhe des Erfrischungsgeldes zum 1. Februar 2024 neu festgelegt worden, mit der Neufassung der „Wahlhelferentschädigungssatzung“. Bei Bundestagswahlen erhalten seitdem die Wahlvorsteher 65 Euro, deren Stellvertreter und die Schriftführer je 60 Euro, die stellvertretenden Schriftführer 55 Euro und alle anderen Wahlhelfer je 50 Euro Erfrischungsgeld.
Ausreichend Bewerber im Amt Schlaubetal
Auch im Amt Schlaubetal haben sich mehr potenzielle Wahlhelfer gemeldet, als Plätze zu besetzen sind. Insgesamt 15 Wahllokale sind mit mindestens 90 Wahlhelfern zu besetzen. 111 Frauen und Männer haben sich bislang gemeldet, informiert Amtsdirektor Mario Quast auf Anfrage, weitere würden nicht gebraucht. „Bei uns im Amtsgebiet kann man sich auf das ehrenamtliche Engagement der Bürgerschaft und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Amtsverwaltung verlassen“, so Mario Quast.
Acht Wahllokale im Amt Brieskow-Finkenheerd
Im Amt Brieskow-Finkenheerd war zum 1. April 2024 eine neue „Erfrischungsgeldsatzung“ in Kraft getreten. Dort werden zur Bundestagswahl die Wahlvorsteher und die Schriftführer mit je 50 Euro, deren Stellvertreter mit je 40 Euro und alle anderen Wahlhelfer mit je 30 Euro entschädigt – also mit deutlich weniger Geld als etwa in Eisenhüttenstadt. Wirkt sich das auf die Bereitschaft, ehrenamtlich tätig zu werden, aus?
Insgesamt 64 Wahlhelfer würden für die Bundestagswahl benötigt, teilt Amtsdirektor Dirk Wesuls auf Anfrage mit. Acht Wahllokale werde es geben. Und: „Wir suchen nur noch für ein Wahllokal in Groß Lindow – in allen anderen Gemeinden sind die Wahllokale mit Wahlhelfern voll besetzt.“
In Groß Lindow werden noch Wahlhelfer gesucht
Bis zum 23. Februar müssen für dieses eine Wahllokal in Groß Lindow noch zehn Freiwillige gefunden werden. Interessenten werden gebeten, sich per E-Mail unter wahlen@amt-b-f.de oder telefonisch unter 033609 88243 zu melden.
Gesucht werden Wahlhelfer auch im Amt Neuzelle. Ob und wie viele Stellen in den 20 Wahllokalen bislang nicht besetzt werden können, steht laut Amtsverwaltung noch nicht fest. Die Rückmeldungen aus den Ortsteilen liefen noch, sodass „die Anzahl an vakanten Wahlhelfern“ noch nicht abschließend feststehe, schreibt Sprecherin Carolin Milde. Wer sich als Wahlhelfer engagieren möchte, kann sich per E-Mail unter der Adresse wahlen@neuzelle.de melden.
Im Amt Neuzelle sind 20 Wahllokale zu besetzen
Eine Satzung, welche die Höhe des Erfrischungsgeldes festlegt, gibt es im Amt Neuzelle nicht. Laut der Bundeswahlordnung (BWO) beträgt die grundlegende Aufwandsentschädigung 35 Euro für die Vorsitzenden der Wahlvorstände und 25 Euro für alle anderen Wahlhelfer. Länder und Kommunen können höhere Summen festlegen.



