Seit Heiligabend und vorerst bis zum 10. Januar gilt im Landkreis Oder-Spree eine neue, eine verschärfte Allgemeinverfügung. Diese untersagt zum einen religiöse Veranstaltungen mit mehr als 50 Anwesenden sowohl innerhalb als auch außerhalb geschlossener Räume. Zum anderen sind im gesamten Landkreis auf öffentlichen Straßen und Plätzen das Mitführen und das Abbrennen von Pyrotechnik (außer Tisch- und jugendfreies Feuerwerk) verboten – auch am Silvestertag und am Neujahrstag. Grund für diese zusätzlichen Beschränkungen ist der hohe Sieben-Tage-Inzidenzwert bei Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus.

Sieben-Tage-Inzidenz fast bei 300

Im Landkreis waren mit Stand von Sonntag 1078 Menschen nachweislich infiziert. Am Sonnabend waren vier neue Fälle vom Gesundheitsamt erfasst worden, am 1. Weihnachtsfeiertag 81, am Heiligabend 98 und am Mittwoch 67. Zu berücksichtigen ist, dass während der Feiertage weniger Menschen einen Arzt aufsuchen, weshalb auch weniger Proben genommen werden. So werden auch weniger Erregernachweise an die Gesundheitsämter übermittelt.

Bisher 85 Todesopfer

Die Sieben-Tage-Inzidenz, welche die Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner angibt, lag am Sonntag laut den Daten des Landesamtes für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) bei 280,2.
Über Weihnachten ist im Kreis ein weiterer Mensch, der nachweislich an Covid-19 erkrankt war, gestorben. Damit sind jetzt in Oder-Spree insgesamt 85 Menschen an oder mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Aktuell befinden sich 2585 Menschen in häuslicher Isolation.

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